Ein falsches Geständnis führte die britische Polizei bei der Suche nach Peter Sutcliffe auf eine folgenschwere Spur. Kabel Eins Doku rollt den Fall in zwei Teilen neu auf.

Eine Stimme auf einem Tonband sollte Ende der 1970er Jahre den entscheidenden Durchbruch bei der Jagd auf den sogenannten Yorkshire Ripper bringen. Stattdessen erwies sich die Aufnahme als folgenschwere Täuschung. Genau diese Geschichte erzählt die britische Dokumentation
«Auf der Jagd nach dem Yorkshire Ripper», die Kabel Eins Doku am Donnerstag, 1. Oktober, ab 22.35 Uhr erstmals im deutschen Fernsehen zeigt.
Zu diesem Zeitpunkt steht die Polizei bei der Suche nach dem Serienmörder unter enormem Druck. Der noch unerfahrene Polizist Chris Gregg arbeitet an den Ermittlungen, als ein Mann mit einem Tonband vorgibt, der gesuchte Täter zu sein. Seine Stimme lenkt die Aufmerksamkeit der Ermittler nach Sunderland. Doch die vermeintlich heiße Spur führt nicht zum Mörder – und kostet die Polizei wertvolle Zeit.
Der erste Teil „Falsche Fährte“ rekonstruiert ab 22.35 Uhr, wie stark die Aufnahme die Ermittlungen beeinflusste und warum die Zweifel an ihrer Echtheit zunächst nicht ausreichten, um einen Kurswechsel herbeizuführen. Ermittler, Journalisten und weitere Beteiligte berichten von ihren Erfahrungen mit dem Fall und den Auswirkungen der Täuschung. Noch deutlicher werden die Konsequenzen in „Die ganze Wahrheit“ ab 23.25 Uhr. Nach der Verhaftung von Peter Sutcliffe muss die Polizei in West Yorkshire erkennen, wie sehr sie sich hatte in die Irre führen lassen. Drei weitere Menschen waren gestorben, während die Ermittlungen der falschen Spur folgten. Für Chris Gregg ist die Geschichte damit nicht beendet: Inzwischen zum Detective Chief Superintendent aufgestiegen, will er herausfinden, wer hinter der Täuschung steckte.