Das Erste sagt «Tatort»-Wiederholung kurzfristig ab

Wegen des überraschend deutlichen Wahlausgangs in Sachsen-Anhalt setzt Das Erste seine Berichterstattung fort. Der für 20.20 Uhr vorgesehene Saarbrücker Krimi entfällt.

Das Erste ändert am Sonntagabend kurzfristig sein Programm. Die für 20.20 Uhr geplante Wiederholung des Saarbrücker «Tatort» „Das Ende der Nacht“ wird nicht ausgestrahlt. Stattdessen setzt der Sender seine Berichterstattung über die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt fort. Die Programmänderung wurde am Abend im laufenden ARD-Programm bekannt gegeben.

Ursprünglich sollte der «Tatort» wegen einer verlängerten «Tagesschau» lediglich fünf Minuten später als gewohnt beginnen. Nach dem außergewöhnlich deutlichen Wahlausgang entschied sich die ARD jedoch für eine komplette Absetzung des Krimis. Die AfD lag in der ersten Prognose mit 44,5 Prozent klar vor der CDU, die nur auf 18,5 Prozent kam. Damit fiel das Ergebnis noch drastischer aus als von den letzten Umfragen erwartet. Die ARD berichtet weiter über Hochrechnungen, Sitzverteilung, mögliche Regierungsbildungen und die Reaktionen der Parteien. Bereits seit 17.40 Uhr überträgt Das Erste die vom MDR produzierte Wahlsendung aus Magdeburg. Auch die ARD Mediathek begleitet die Wahl mit Livestreams, Analysen und Reaktionen.

Wann «Tatort: Das Ende der Nacht» nachgeholt wird, ist bislang nicht bekannt. Der Saarbrücker Fall mit Vladimir Burlakov und Daniel Sträßer war als letzte Wiederholung vor dem Ende der «Tatort»-Sommerpause vorgesehen. Quotenmeter sprach dies bereits in einem Interview an: „Die aktuelle Nachrichtenlage beobachten und bewerten MDR und ARD grundsätzlich fortlaufend – nicht nur an Wahltagen. Sollte sich daraus ein besonderer Informationsbedarf ergeben, können wir auch am Sonntag nach der «Tagesschau» entsprechend flexibel reagieren.“
06.09.2026 20:28 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/175275