Quotencheck: 'Tödlichen Dienstag'

Die Krimi-Zweitverwertungen erwiesen sich gerade bei den Älteren phasenweise als probater Überbrückungs-Inhalt des Sommerlochs.

Mit dem "Tödlichen Dienstag" setzte RTL im Sommer auf ein wechselndes Krimiangebot aus Wiederholungen unterschiedlicher Reihen. Zunächst standen fünf Ausgaben von «Dünentod – Ein Nordsee-Krimi» auf dem Programm, ehe der Sender mit «Haveltod – Ein Potsdam-Krimi», «Einsatz Seeler – Ein Lübeck-Krimi» sowie zwei Folgen von «Behringer und die Toten – Ein Bamberg-Krimi» weitere Reihen präsentierte. Trotz des Wiederholungscharakters erwies sich der Krimiabend im Verlauf der Ausstrahlungswochen als zunehmend zugkräftig.

Der Auftakt am 16. Juni gelang dabei vor allem in Puncto Gesamtmarkt schonmal überdurchschnittlich. Die erste «Dünentod»-Wiederholung erreichte 2,00 Millionen Zuschauer und einen Gesamtmarktanteil von 9,8 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden hingegen nur 0,11 Millionen sowie ganz magere 3,0 Prozent gemessen. Damit lag die Reichweite insgesamt bereits auf einem ordentlichen Niveau, während die jüngere Gruppe nur verhalten auf das Angebot reagierte.

Eine Woche später folgte allerdings ein deutlicher Einbruch. Die zweite Folge kam lediglich auf 1,07 Millionen Zuschauer und ausbaufähige 5,3 Prozent. Bei den Jüngeren fiel das Ergebnis mit 0,08 Millionen und 2,0 Prozent sehr schwach aus. Die dritte Ausgabe am 30. Juni erholte sich auf 1,35 Millionen und 6,7 Prozent, blieb damit aber weiterhin deutlich hinter dem Auftakt zurück. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden weiterhin nur zweifelhafte 3,1 Prozent erreicht.

Auch die beiden weiteren «Dünentod»-Wiederholungen bewegten sich in Konkurrenz zur voranschreitenden Fußball-Weltmeisterschaft zunächst in diesem eher gedrosselten Bereich. Der nächste Re-Run erzielte am 7. Juli 1,30 Millionen Zuschauer und 6,3 Prozent, bei den Jüngeren 4,4 Prozent. Am 14. Juli sank die Reichweite wieder auf 1,17 Millionen und 5,1 Prozent. Besonders schwach war dabei das Ergebnis in der jüngeren Altersklasse, die mit 2,0 Prozent ihren Tiefpunkt innerhalb der «Dünentod»-Phase erreichte.

Mit dem Wechsel zu «Haveltod» änderte sich das Bild spürbar – auch, weil die WM ausgelaufen war. Der Potsdam-Krimi steigerte sich am 21. Juli auf 1,65 Millionen Zuschauer und solide 8,8 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,12 Millionen und dünne 4,3 Prozent gemessen. Noch stärker präsentierte sich eine Woche später «Einsatz Seeler». Der Lübeck-Krimi erreichte 1,80 Millionen Zuschauer und überschritt mit 10,1 Prozent erstmals die Zehn-Prozent-Marke. Auch bei den Jüngeren ging es auf 5,9 Prozent nach oben – nicht gut, aber verbessert.

Die beiden abschließenden Folgen von «Behringer und die Toten» bildeten schließlich den Höhepunkt des sommerlichen Krimiabends. Die erste Aufwärmung kam am 4. August auf 1,91 Millionen Zuschauer und gute 10,7 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,12 Millionen und überschaubare 4,8 Prozent erzielt. Noch besser lief die Folge am 11. August: Mit 2,13 Millionen Zuschauern wurde die höchste Reichweite des gesamten Wiederholungs-Zeitraums erreicht. Der Gesamtmarktanteil lag bei erfreulichen 10,9 Prozent, während die jüngere Gruppe mit 0,19 Millionen und 6,1 Prozent ebenfalls den Bestwert verbuchte – auf begrenztem Niveau.

Über alle neun Ausstrahlungen hinweg kam der «Tödliche Dienstag» auf durchschnittlich 1,60 Millionen Zuschauer und einen Gesamtmarktanteil von noch vernünftigen 8,2 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden im Schnitt 0,13 Millionen sowie 4,0 Prozent erzielt – hier war es ein unterdurchschnittliches Level. Das Gesamtergebnis ist damit als solide, aber nicht überragend einzustufen. Gerade angesichts des Wiederholungscharakters war die Reichweite durchaus ordentlich und erwies sich gerade bei den Älteren phasenweise als probater Überbrückungs-Inhalt des Sommerlochs.
04.09.2026 12:00 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/175231