«Polizeiruf» führt Brasch in die eigenen Reihen

In „Die Wütende“ untersucht Claudia Michelsen einen tödlichen Wohnungsbrand. Schon bald geraten mehrere Polizeibeamte unter Verdacht.

In Magdeburg haben am 1. September die Dreharbeiten zu einem neuen «Polizeiruf 110» des Mitteldeutschen Rundfunks begonnen. Der Film trägt den Arbeitstitel „Die Wütende“ und beschäftigt sich mit Macht, institutioneller Gewalt sowie der Frage, wem geglaubt wird, wenn die Wahrheit unbequem ist. Gedreht wird noch bis Ende September in Magdeburg und Umgebung.

Im Mittelpunkt steht der Tod der 34-jährigen Nicole „Nicki“ Schlesinger, gespielt von Nina Gummich. Sie kommt bei einem Wohnungsbrand ums Leben, der zunächst wie ein tragischer Unfall aussieht: Alkohol und eine Zigarette scheinen als Erklärung auszureichen. Kriminalhauptkommissarin Doreen Brasch entdeckt jedoch zahlreiche Ungereimtheiten. Die Obduktion weist auf massive Gewalteinwirkung vor dem Brand hin, zudem finden sich Spuren eines Brandbeschleunigers.

Bei der Rekonstruktion der letzten Lebensstunden des Opfers geraten die Polizeibeamten Martin Gellert und René Grabowski sowie deren Kollegin Melanie Degenhardt in den Fokus. Brasch trifft bei ihren Ermittlungen auf Schweigen, Loyalitätskonflikte und Widerstände innerhalb der Polizei. Neben Claudia Michelsen und Nina Gummich gehören Felix Vörtler, Stephanie Amarell, Willi Geitmann, Enno Trebs, Henning Peker, Jörg Witte, Lina Rusnak, Philipp Boos und Petra Hartung zur Besetzung.

Jan Braren verfasste das Drehbuch, Alex Schaad übernimmt die Regie. Die 42film produziert den Krimi im Auftrag des MDR für Das Erste. Noch im November sollen zudem die Dreharbeiten zu einem weiteren Magdeburger «Polizeiruf 110» mit dem Arbeitstitel „Hilferuf“ beginnen. Sendetermine für die beiden neuen Fälle stehen noch nicht fest.
03.09.2026 14:36 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/175212