Beim Lucerne Festival 2026 widmen sich das Lucerne Festival Orchestra und der junge Wiener Pianist einem selten gespielten Klavierkonzert.

Der Kultursender ARTE bringt am Sonntag, 11. Oktober, um 17.45 Uhr klassische Musik vom Lucerne Festival 2026 ins Fernsehen. In
«Riccardo Chailly & Lukas Sternath» ist das Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Riccardo Chailly zu erleben. Als Solist tritt der österreichische Pianist Lukas Sternath auf. Die Aufzeichnung steht bereits ab Sonntag, 4. Oktober, online zur Verfügung und kann bis zum 9. November abgerufen werden. Im Mittelpunkt des Konzerts steht Sergej Rachmaninows „Klavierkonzert Nr. 4 g-Moll, op. 40“. Das letzte Klavierkonzert des russischen Komponisten ist wesentlich seltener auf den Konzertprogrammen zu finden als dessen zweites und drittes Klavierkonzert. ARTE präsentiert das Werk in der Fassung von 1941.
Rachmaninow komponierte sein viertes Klavierkonzert 1926 im Exil. Die Uraufführung folgte im März 1927 in Philadelphia. Anders als einige seiner früheren Werke stieß das Konzert zunächst auf eher verhaltene Resonanz. Der Komponist überarbeitete es anschließend mehrfach. Bis heute steht das Werk im Schatten seiner populäreren Vorgänger, unterscheidet sich von ihnen jedoch durch eine verdichtete musikalische Sprache und teilweise überraschend moderne Einflüsse.
Den anspruchsvollen Solopart übernimmt Lukas Sternath. Der junge Wiener Pianist hat sich in den vergangenen Jahren international einen Namen gemacht. Seine Beziehung zu Rachmaninows viertem Klavierkonzert entwickelte sich dabei erst allmählich. Nach eigenen Angaben fand Sternath zunächst keinen unmittelbaren Zugang zu dem Werk. Durch die intensive Beschäftigung änderte sich sein Verhältnis zu der Komposition, die inzwischen einen besonderen Stellenwert in seinem Repertoire besitzt.
An seiner Seite steht mit Riccardo Chailly ein langjähriger Wegbegleiter des Lucerne Festival Orchestra. Gemeinsam stellen Chailly, Sternath und das Ensemble damit bewusst eines der weniger bekannten großen Werke Rachmaninows ins Zentrum des Konzerts. Dabei treffen die enorme Virtuosität des Klavierparts und die vielschichtige Orchesterkomposition aufeinander. Aufgezeichnet wurde das Konzert am 18. August 2026 im Rahmen des Lucerne Festivals. Die Regie der schweizerisch-französischen Fernsehproduktion übernahm Michael Beyer. Mit der Ausstrahlung setzt ARTE am Sonntagnachmittag auf ein Werk, das im Konzertsaal deutlich seltener zu erleben ist als Rachmaninows bekannteste Kompositionen.