Quotencheck: «auto mobil»

Prozentual lag der Langläufer unter dem Strich in beiden Kategorien über Senderschnitt. Vor allem die Reichweiten der Jüngeren lassen inzwischen aber oft Luft nach oben.

30 Jahre läuft «auto mobil» bereits – der VOX-Dauerbrenner hat auch 2026 einen festen Platz im Sonntagsprogramm und bleibt damit eines der langlebigsten Magazine im deutschen Fernsehen. Mit Alexander Bloch, Andreas Jancke, Lance David Arnold und Anni Dunkelmann werden weiterhin Tests, Reportagen und Geschichten rund um das Automobil präsentiert. Quotentechnisch verlief die erste Jahreshälfte 2026 allerdings wechselhaft: Nach einem recht ordentlichen Start musste das Magazin im weiteren Verlauf immer wieder mit eher mäßigen Werten vorliebnehmen.

Zum Auftakt am Sonntag, den 4. Januar, lief es zunächst durchaus erfreulich. 1,22 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer schalteten ein, was für klar überdurchschnittliche 7,2 Prozent beim Gesamtpublikum reichte. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden sogar 10,9 Prozent (0,33 Millionen) gemessen – ein richtig guter Einstand für den Dauerläufer. Eine Woche später blieb die Gesamtreichweite mit 1,05 Millionen ordentlich, während sich der Marktanteil auf 6,5 Prozent reduzierte. Dafür setzte die jüngere Altersklasse mit starken 12,9 Prozent (0,34 Millionen) ein noch größeres Ausrufezeichen.

In den folgenden Wochen geriet «auto mobil» allerdings etwas stärker unter Druck. Am 18. Januar standen noch 6,6 Prozent zu Buche, bevor es am 25. Januar auf 5,4 Prozent und Anfang Februar sogar auf lediglich 5,0 Prozent beim Gesamtpublikum hinunterging – in dieser Zeit fiel man auch unter die Millionen. Zudem bröckelte bei den Jüngeren die Resonanz zeitweise deutlich ab: Am 1. Februar wurden nur noch mittelmäßige 6,6 Prozent durch 0,22 Millionen Jüngere erreicht. Der Tiefpunkt dieser ersten Schwächephase war in dieser Altersklasse allerdings noch nicht erreicht – eine Woche später gings noch weiter runter auf 6,2 Prozent anhand 0,19 Millionen.

Mitte Februar stabilisierte sich das Magazin auf moderatem Level. 5,2 Prozent am 8. Februar, 5,7 Prozent am 15. Februar und 5,4 Prozent am 22. Februar bedeuteten zwar keine berauschenden Resultate, aber immerhin eine gewisse Bodenbildung. Gerade am 22. Februar zeigte die jüngere Altersklasse mit 9,0 Prozent und 0,24 Millionen wieder etwas mehr Interesse. Anfang März folgte dann annähernde Konstanz: 6,1 Prozent am 1. März und 5,7 Prozent am 8. März wurden beim Gesamtpublikum erzielt. Die Jüngeren blieben mit soliden 8,1 beziehungsweise mittelprächtigen 6,6 Prozent allerdings eher wechselhaft.

Am 29. März konnten Optimierungen auf optimistische 7,3 Prozent erreicht werden. Mit 0,91 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern blieb man knapp unter den Millionen. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen sah es an diesem Datum mit 10,1 Prozent erfreulich aus – dafür langten bereits 0,19 Millionen.

Der April brachte anschließend allerdings einen deutlichen Rückschlag: Am Ostersonntag, dem 5. April, fielen die Werte auf gerade einmal 0,58 Millionen und 5,4 Prozent beim Gesamtpublikum. Bei den Jüngeren waren nur 6,3 Prozent bei arg überschaubaren 0,10 Millionen drin. Danach konnte sich das Magazin zunächst wieder berappeln. 6,7 Prozent am 12. und 19. April waren auch deshalb passabel, weil man zumindest mal wieder gen Millionen tendierte (0,91 Millionen). Bezüglich der 14-49-Jährigen langten schon 0,19 Millionen zu mal wieder zweistelligen 10,1 Prozent. Anfang Mai pendelte sich «auto mobil» wieder im mittleren Fünfer- bis Sechserbereich insgesamt. Die Jüngeren besorgten Wechselhaftigkeit mit Sechser, Siebener und Achter-Werte bei ausbaufähigen Beteiligungen um 0,10 und 0,15 Millionen.

Der Juni leitete dann eine durchmischte Phase ein. Nach 6,7 Prozent am 31. Mai ging es am 7. Juni auf 5,6 Prozent und am 14. Juni auf 6,3 Prozent – jeweils aber bei Reichweiten unter der Millionen-Marke mit sommerreduzierten 0,70 Millionen. Bei den Jüngeren fiel der Marktanteil zu Monatsbeginn auf lediglich 5,4 Prozent. Die zweite Juni-Woche brachte in dem Segment vorübergehend verbesserte 9,1 Prozent (0,17 Millionen), anschließend fielen die Zusprüche aber bedenklich ab auf 0,09 Millionen und 5,2 Prozent.

Auch der Juli brachte keine nachhaltige Trendwende. 5,7 Prozent am 5. Juli und 5,0 Prozent am 12. Juli waren allenfalls mäßige Resultate bei 0,50 – 0,70 Millionen. Am 19. Juli ging es dann wieder auf 6,6 Prozent hinauf mit passabel erhöhten 0,80 Millionen. Bei den Jüngeren blieb die Entwicklung ähnlich wechselhaft. Zwar wurden am 19. Juli ziemlich vernünftige 7,5 Prozent erreicht, allerdings blieb die Altersklasse weiter deutlich hinter den zweistelligen Werten zurück, die «auto mobil» zu Beginn des Jahres ein paar mal erzielen konnte.

Im August zeigte sich zunächst wieder ein etwas freundlicheres Bild. Am 9. August wurden 6,7 Prozent beim Gesamtpublikum (immerhin 0,73 Millionen) und gute 9,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen gemessen, wofür bereits wärme-begrenzte 0,13 Millionen reichten. Der Abschluss unseres Beobachtungszeitraums am 23. August fiel schließlich schwach aus: Nur 0,59 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer und 4,9 Prozent bedeuteten den niedrigsten Marktanteil. Auch bei den Jüngeren ging es mit 6,2 Prozent (0,12 Millionen) wieder deutlich zurück.

In der Endabrechnung stehen für die 34 ausgewerteten Ausgaben durchschnittlich 0,79 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 6,1 Prozent beim Gesamtpublikum – eine prozentuale Relation über dem VOX-Schnitt, die dennoch gerne stärker und regelmäßiger gen Millionen-Marke tendieren dürfte.

Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden im Schnitt 0,16 Millionen und passable 7,7 Prozent erreicht. Auch hier prozentual absolut in Ordnung, allerdings begünstigt durch den Umstand, dass in den Sommer-Monaten niedrigere Reichweiten schon für höhere Anteile verantwortlich waren – die durchschnittliche Sehbeteiligung in diesem Bereich erscheint nämlich durchaus ausbaufähig. Zahlen über 0,20 und gar 0,30 Millionen 14-49-Jährige wurden nämlich deutlich seltener – sie häufiger einzufahren könnte ein realistischer Anspruch sein.
27.08.2026 12:00 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/174932