Die von Megan Ellison gegründete Produktionsfirma baut mehr als 15 Prozent ihrer Belegschaft ab. Das Unternehmen verweist auf veränderte Marktbedingungen.

Annapurna hat eine größere Entlassungsrunde vorgenommen. Rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verloren am Mittwoch ihre Stellen, wie das Unternehmen gegenüber „Variety“ bestätigte. Damit wird mehr als 15 Prozent der Belegschaft abgebaut. Megan Ellison bleibt weiterhin als CEO an der Spitze der unabhängigen Medienfirma.
Ein Unternehmenssprecher begründete die Kürzungen mit den aktuellen Marktbedingungen. Annapurna bewege sich als unabhängiges Entertainment- und Medienunternehmen in einem sich wandelnden Umfeld und richte sich entsprechend neu aus. Die Einschnitte kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Ellison versucht, die Firma nach mehreren vergleichsweise ruhigen Jahren wieder stärker aufzustellen.
Annapurna wurde 2011 gegründet und machte sich insbesondere mit anspruchsvollen Autorenfilmen einen Namen. Zu den bekanntesten Produktionen zählen «Her», «Phantom Thread», «Vice», «Zero Dark Thirty» und «Spring Breakers». Vor der Corona-Pandemie hatte Ellison versucht, stärker auf einen eigenen Filmverleih zu setzen. Diese Expansion führte zu Schulden in Höhe von rund 200 Millionen US-Dollar, die sie 2019 persönlich ausglich.
Zuletzt hatte Ellison wieder mehrere frühere Führungskräfte zurückgeholt, darunter Chelsea Barnard und Matthew Budman. Neben Kino- und Fernsehproduktionen ist Annapurna auch im Gaming-Bereich und im Theatergeschäft aktiv. Jüngere Produktionen sind Boots Rileys «I Love Boosters» und Olivia Wildes «The Invite», der weltweit inzwischen mehr als 50 Millionen Dollar eingespielt hat.