Prime Video erzählt den Fall Ricardo Barreda neu

Das fiktionalisierte Drama «Barreda» greift einen der bekanntesten Kriminalfälle Argentiniens auf und erscheint Ende August weltweit.

Mit «Barreda» nimmt Prime Video einen der aufsehenerregendsten Kriminalfälle der jüngeren argentinischen Geschichte in den Blick. Der Film startet am Freitag, 28. August 2026, weltweit bei dem Streamingdienst. Regie führte Daniela Goggi, die den Stoff aus einer Perspektive erzählen möchte, bei der insbesondere die Frauen im Mittelpunkt stehen. Luis Machin übernimmt die Hauptrolle. Zum weiteren Ensemble gehören Carla Peterson, Mercedes Morán, Maite Lanata, Margarita Paez, Marcelo Subiotto, Paola Barrientos und Alberto Ajaka. Produziert wurde «Barreda» von About Entertainment, Infinity Hill und Amazon MGM Studios.

Die Handlung basiert auf dem Fall des Zahnarztes Ricardo Barreda. Im Jahr 1992 ermordete er in seinem Familienhaus in La Plata seine Ehefrau, seine Schwiegermutter sowie seine beiden erwachsenen Töchter. Der Vierfachmord und die anschließende Berichterstattung entwickelten sich in Argentinien zu einem großen Medienthema. Barreda stellte sich dabei selbst als Opfer seiner familiären Situation dar und löste damit eine gesellschaftliche Debatte aus.

«Barreda» soll die Ereignisse nicht lediglich aus Sicht des Täters rekonstruieren. Vielmehr richtet das fiktionalisierte Drama den Blick auf die Frauen, deren Perspektiven in der damaligen öffentlichen Auseinandersetzung weitgehend in den Hintergrund gerieten. Damit möchte der Film die bekannte Geschichte neu einordnen und zugleich die Mechanismen hinter der medialen Inszenierung des Falls beleuchten.

21.08.2026 18:39 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/174797