«Good American Family» wird zur Anthologie

Hulu hat eine zweite Staffel der Dramaserie bestellt. Nach dem Fall Natalia Grace widmet sich die Fortsetzung der Geschichte von Lorena und John Bobbitt.

Hulu setzt «Good American Family» mit einer zweiten Staffel fort und verändert dabei das Konzept der Serie. Künftig wird das Format als Anthologie angelegt, sodass jede Staffel einen anderen aufsehenerregenden amerikanischen Fall aufgreifen kann. Für die neuen Episoden steht bereits das Thema fest: Im Mittelpunkt werden Lorena und John Bobbitt stehen.

Der Fall sorgte Anfang der 1990er-Jahre weltweit für Schlagzeilen. Lorena Bobbitt trennte ihrem damaligen Ehemann John 1993 den Penis ab. Die zweite Staffel soll allerdings weniger den sensationellen Aspekt des Falls als dessen mediale und gesellschaftliche Verarbeitung untersuchen. Hulu beschreibt die Geschichte als jene eines Ehepaares aus Virginia, dessen Fall einen Medienzirkus auslöste, in dem Trauma zur Unterhaltung wurde, zahllose anzügliche Witze entstanden und eine öffentliche Auseinandersetzung über die Geschlechter entbrannte. Lorena Bobbitt hatte ihrem Ehemann schwere Misshandlungen und sexuelle Gewalt vorgeworfen. Nach Informationen von „Variety“ soll sie die Produktion als Beraterin unterstützen.

Serienschöpferin Katie Robbins bleibt «Good American Family» als Executive Producer erhalten. Auch Ellen Pompeo, die in der ersten Staffel die Hauptrolle spielte und als Executive Producer beteiligt war, bleibt hinter der Kamera an Bord. Eine Hauptrolle soll Pompeo in der zweiten Staffel dagegen nicht übernehmen. Weitere Executive Producer sind Laura Holstein und Andrew Stearn. Produziert wird die Serie weiterhin von 20th Television.

Die erste Staffel von «Good American Family» erzählte die Geschichte von Natalia Grace und ihrer Adoptivfamilie. Kristine und Michael Barnett hatten das kleinwüchsige Mädchen 2010 adoptiert. Später behaupteten die Barnetts, Natalia sei tatsächlich eine erwachsene Frau, die sich als Kind ausgegeben habe. Neben Pompeo gehörten Mark Duplass, Imogen Faith Reid, Dulé Hill, Christina Hendricks, Sarayu Blue und Jenny O’Hara zum Ensemble.
20.08.2026 00:05 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/174691