Hendrik Bolz und Don Pablo Mulemba beschäftigen sich in der dritten Staffel des ARD-Podcasts mit der sogenannten Manosphere und deren Auswirkungen auf junge Männer.

Der Doku-Podcast
«Springerstiefel» geht in die dritte Runde. Ab Dienstag, 18. August 2026, stehen alle fünf neuen Folgen in ARD Sounds zur Verfügung. Nachdem sich Hendrik Bolz und Don Pablo Mulemba in den ersten beiden Staffeln vor allem mit dem Wiedererstarken rechter Gewalt in Ostdeutschland auseinandergesetzt hatten, rückt nun ein gesamtgesellschaftliches Phänomen in den Mittelpunkt.
Ausgangspunkt sind Männlichkeitsbilder, die über soziale Netzwerke verbreitet werden. Influencer wie Andrew Tate oder Dan Bilzerian propagieren Dominanz, Härte und vermeintliche Stärke als Lösung für die Probleme junger Männer. Bolz und Mulemba wollen herausfinden, weshalb solche Vorstellungen auf Zustimmung stoßen, welche Folgen sie für Beziehungen und das gesellschaftliche Zusammenleben haben und wie rechtsextreme Akteure diese Entwicklung für sich nutzen.
Dafür sprechen die Hosts mit jungen Menschen aus verschiedenen Teilen Deutschlands. Einer von ihnen ist Elias, der über soziale Medien in die Welt von Andrew Tate geriet und nach eigenen Angaben mithilfe seiner Schwester wieder Abstand davon gewinnen konnte. Clemens aus dem Kreis Stendal tritt als Drag-Künstler bei CSD-Veranstaltungen auf und berichtet über den Umgang vieler Männer mit Feminität. Anne wiederum schildert eine Beziehung, in der ihr damaliger Partner sie kontrollierte und beim Sex gewalttätig wurde. In der Manosphere habe dieser ein Weltbild gefunden, das sein Verhalten zusätzlich bestärkte.
Für Bolz verdeutlicht insbesondere Annes Geschichte, dass das Thema weit über fragwürdige Inhalte im Internet hinausgeht. Die neue Staffel soll deshalb zeigen, wie sich entsprechende Ideologien auf reale Beziehungen und Lebenswelten auswirken. MDR-Redaktionsleiterin Ulivia Gattermann erklärt, man habe den Fokus bewusst verschoben und wolle dorthin schauen, „wo sich unterschwellig rechtsextreme Tendenzen entwickeln“.
Die ersten beiden Staffeln von «Springerstiefel» beschäftigten sich intensiv mit rechter Gewalt in Ostdeutschland. Für die zweite Staffel erhielt das Format 2025 den Deutschen Hörbuchpreis als „Bester Podcast“.