Quotencheck: «Die Landarztpraxis – Team Sonnenhof»

Linear blieb der Durchbruch bislang aus, auch an die besseren Anfangs-Phasen der Mutter-Serie langte man nicht heran. Dennoch waren ein paar richtige Tendenzen erkennbar, die es auszubauen gilt.

Als Ableger der Vorabend-Serie «Die Landarztpraxis» schickte Sat.1 Ende Juni erstmals «Die Landarztpraxis – Team Sonnenhof» an den Start. Das neue Format verlegte den bekannten Serienkosmos damit in ein weiteres Umfeld und sollte am Vorabend zusätzliche Fläche füllen.

Zum Auftakt am Montag, den 29. Juni, schalteten 0,67 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer ein. Das reichte für durchwachsene 3,7 Prozent beim Gesamtpublikum, während bei den Jüngeren lediglich 2,5 Prozent zu Buche standen – kein wirklich feierlicher Start. Auch an den beiden Folgetagen blieb die neue Serie mit jeweils 3,6 Prozent beim Gesamtpublikum zunächst eher blass. Erst am Donnerstag ging es mit 4,2 Prozent etwas aufwärts, ehe der Freitag mit 4,4 Prozent einen ersten kleinen Anteils-Lichtblick lieferte, wobei die Reichweite von 0,64 Millionen aber im etablierten Rahmen verblieb.

In der zweiten Woche konnte «Team Sonnenhof» zunächst weiter zulegen. Am Montag, den 6. Juli, standen 0,73 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 4,5 Prozent beim Gesamtpublikum auf dem Papier – das ging schonmal in die richtige Richtung. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden sogar erstmals vertretbare 5,9 Prozent (0,13 Millionen) erzielt – der bis dahin stärkste Wert. Die Freude währte allerdings nicht lange: Am Dienstag und Mittwoch fielen die Gesamtmarktanteile wieder auf 3,3 beziehungsweise 3,7 Prozent zurück, und auch bei den Jüngeren ging es auf nur 2,1 und 2,3 Prozent bergab.

Zum Ende dieser Woche gelang allerdings die nächste Erholung. Am 9. Juli wurden mit 0,69 Millionen Zuschauenden zumindest akzeptable 4,8 Prozent beim Gesamtpublikum gemessen, am Freitag folgten 4,7 Prozent. Bei den Jüngeren blieb der große Durchbruch aus, mit 3,6 und 3,9 Prozent bewegte sich die Serie in einer arg verbesserungswürdigen Größenordnung.

Die dritte Woche entwickelte sich anschließend immerhin stabil. Zwischen dem 13. und 17. Juli lagen die Gesamtmarktanteile durchgehend zwischen 4,2 und 4,4 Prozent. Auch die Reichweiten schwankten nur wenig zwischen 0,62 und 0,68 Millionen. Bei den Jüngeren blieb das Bild dagegen etwas wechselhafter: Nach 4,3 Prozent zum Wochenauftakt wurden an den folgenden Tagen meist Werte um vier Prozent erzielt, ehe die Freitagsausgabe mit lediglich 2,9 Prozent (0,05 Millionen) wieder einen Rückschlag darstellte.

Besser lief es in der darauffolgenden Woche. Bereits am Montag, den 20. Juli, wurden 0,70 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie in Ordnung gehende 4,4 Prozent erreicht. Bei den 14- bis 49-Jährigen sorgten 5,7 Prozent (0,12 Millionen) für einen halbwegs vertretbaren Start. Einen neuen Reichweiten-Bestwert markierte schließlich Donnerstag, der 23. Juli: 0,73 Millionen Menschen schalteten ein, was 4,9 Prozent beim Gesamtpublikum entsprach. Gleichzeitig wurden bei den Jüngeren 5,4 Prozent erzielt.

Nach dieser gestärkten Phase folgte in der letzten Juliwoche allerdings wieder ein Dämpfer. Am 27. Juli sackte der Gesamtmarktanteil auf durchwachsene 3,6 Prozent (0,58 Millionen) ab, während bei den Jüngeren nur 3,0 Prozent (0,06 Millionen) erreicht wurden. Der Juli verabschiedete sich anschließend mit 4,0 und 4,1 Prozent beim Gesamtpublikum (0,60 Millionen) sowie einem Ausreißer von 6,1 Prozent (0,11 Millionen) bei den Jüngeren am 31. Juli.

Auch der laufende August brachte bisher kein völlig einheitliches Bild. Nach einem recht passablen Auftakt mit 4,2 Prozent und 0,64 Millionen am 3. August folgten zwei 3,9-Prozent-Werte. Am Donnerstag, den 6. August, gelang dann mit 4,3 Prozent insgesamt und 5,7 Prozent bei den Jüngeren wieder ein moderater Anstieg. Die beiden jüngsten Ausgaben am 10. und 11. August bewegten sich mit 4,2 und 4,3 Prozent (0,63 Millionen) beim Gesamtpublikum immerhin wieder im annähernd vernünftigen Bereich, konnten bei den Jüngeren mit 4,0 beziehungsweise 3,2 Prozent aber keine besonderen Akzente mehr setzen.

In der Endabrechnung kommt «Die Landarztpraxis – Team Sonnenhof» auf durchschnittlich 0,63 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie noch akzeptable 4,2 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. Dennoch ist diese Dimension ausbaufähig und müsste eigentlich den Anspruch haben, sich noch klarer gen Millionen-Marke zu bewegen. Zumindest Zahlen ab 0,80 Millionen, die die Mutter-Serie in ihren hoffnungsvollsten Phasen erreichte mit Anteilen über fünf Prozent und mehr, sollten eigentlich ein realistischer Marker sein - dass dieser bisher nicht eingelöst wird, deutet schon auf eine Abschwächung der Marke 'Landarztpraxis' im Linearen hin.

Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden im Mittel bloß 0,07 Millionen und 3,9 Prozent erreicht. Damit fällt die erste Bilanz des Ablegers in dieser Kategorie eher ernüchternd aus. Immerhin blitzen auch hier immer wieder zaghafte Lichtblicke auf: Mehrfach wurden fünf Prozent und mehr erreicht, am 31. Juli sogar 6,1 Prozent. Zu selten gelang es allerdings, diese besseren Ergebnisse in eine nachhaltige Entwicklung zu überführen – eine Challenge für die Zukunft.
14.08.2026 12:00 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/174567