Die Tragikomödie von Frédéric Hambalek feierte 2025 im Wettbewerb der Berlinale ihre Premiere. Nun zeigt das ZDF den Film mit Julia Jentsch und Felix Kramer im Kleinen Fernsehspiel.

Das ZDF setzt in der Nacht auf Dienstag, den 22. September 2026, auf anspruchsvolles deutsches Kino. Um 00.05 Uhr feiert
«Was Marielle weiß» seine Free-TV-Premiere im Rahmen von „Das kleine Fernsehspiel“. Bereits ab dem 21. September um 10.00 Uhr steht die Produktion im Streaming-Angebot des Senders zur Verfügung.
Im Mittelpunkt stehen Julia und Tobias, gespielt von Julia Jentsch und Felix Kramer. Gemeinsam mit ihrer Tochter Marielle führen sie auf den ersten Blick ein harmonisches Familienleben. Doch dieses gerät schlagartig aus den Fugen, als Marielle eine außergewöhnliche Fähigkeit entwickelt: Das Mädchen kann plötzlich alles sehen und hören, was ihre Eltern tun – unabhängig davon, wo sie sich gerade befindet.
Was zunächst wie ein übernatürliches Kuriosum erscheint, entwickelt sich für Julia und Tobias schnell zum Albtraum. Geheimnisse lassen sich nicht länger verbergen, kleine Lügen werden enttarnt und vermeintlich private Momente existieren praktisch nicht mehr. Statt sich mit der neuen Situation abzufinden, beginnen die Eltern schließlich, Marielles Fähigkeit für ihre eigenen Zwecke einzukalkulieren. Daraus entsteht ein manipulatives Spiel, das die Familie in immer absurdere und unangenehmere Situationen führt.
Autor und Regisseur Frédéric Hambalek verbindet die ungewöhnliche Ausgangslage mit Fragen nach Privatsphäre, Ehrlichkeit und familiärer Nähe. Im Kern steht dabei die Frage, wie viel Kinder tatsächlich über ihre Eltern wissen sollten – und ob das Bild der eigenen Familie bestehen bleibt, wenn sämtliche Geheimnisse verschwinden. Neben Jentsch und Kramer übernimmt Laeni Geiseler die titelgebende Rolle der Marielle. Außerdem spielen Mehmet Ateşçi, Sissy Höfferer, Nadja Sabersky, Moritz Treuenfels, Victoria Mayer, Franziska Hackl, Sophie Rogall und Elsa Mackensen mit.
«Was Marielle weiß» hatte bereits eine prominente Festivalpremiere: Der Film wurde am 17. Februar 2025 bei der 75. Berlinale erstmals gezeigt und war dort für den Hauptwettbewerb um den Goldenen Bären ausgewählt worden. Für die Kamera zeichnete Alexander Griesser verantwortlich, den Schnitt übernahm Anne Fabini. Mit der Fernsehausstrahlung erreicht die Produktion nun allerdings ein vergleichsweise kleines potentielles Publikum.