Ausgerechnet auf dem zuletzt wenig erfolgreichen Samstagabend startet Kabel Eins Ende August mit der achten Staffel von «9-1-1 Notruf L.A.» als Free-TV-Premiere.

Kabel Eins hält an US-Fiction am Samstagabend fest, obwohl die jüngsten Zahlen kaum Argumente dafür liefern. Am 29. August startet der Sender um 20.15 Uhr mit der achten Staffel von
«9-1-1 Notruf L.A.». Zum Auftakt werden gleich zwei neue Folgen als Free-TV-Premiere gezeigt. Damit setzt Kabel Eins ausgerechnet auf jenes Format, dessen Wiederholungen in den vergangenen Wochen deutlich unter dem Senderschnitt lagen. Die siebte Staffel enttäuschte vergangenen Sommer bei ProSieben.
Zurück zu Kabel Eins: Die jüngsten Werte lesen sich ernüchternd. Am 25. Juli erreichte «9-1-1 Notruf L.A.» um 20.15 Uhr noch 0,35 Millionen Zuschauer und 2,2 Prozent Marktanteil. Bei den 14- bis 49-Jährigen standen gerade einmal 0,04 Millionen und 2,3 Prozent zu Buche. Eine Stunde später waren es 0,40 Millionen Zuschauer insgesamt, in der Zielgruppe aber nur noch 0,03 Millionen beziehungsweise 1,5 Prozent.
Trotzdem soll nun ausgerechnet die Deutschlandpremiere der achten Staffel den Samstagabend stabilisieren. In „Tödlicher Schwarm“ verunglückt ein Lastwagen, der 22 Millionen Bienen transportiert. Die Tiere entkommen und sorgen in Los Angeles für Chaos. Besonders gefährlich wird die Situation für eine Mutter und ihre Tochter, die in ihrem Auto von dem Schwarm eingeschlossen werden und hochallergisch auf Bienengift reagieren. Buck widersetzt sich dabei einer Anweisung des neuen Captains und handelt sich zusätzlichen Ärger ein. Um 21.15 Uhr folgt „Kollision über den Wolken“. Athena begleitet einen Häftling auf einem Überführungsflug, als das Flugzeug mit einer kleineren Maschine zusammenstößt. Weil die Piloten ausfallen, muss sie selbst das Kommando übernehmen. Gleichzeitig versucht das Feuerwehrteam am Boden, eine weitere Katastrophe zu verhindern.
Der Mut von Kabel Eins ist umso bemerkenswerter, weil bereits zuvor «Elsbeth: Ein besonderer Fall» auf dem Samstagabend massive Probleme hatte. Zwischen Ende Mai und Mitte Juli lagen die Marktanteile der Serie häufig deutlich unter drei Prozent, insbesondere bei den 14- bis 49-Jährigen teilweise sogar unter einem Prozent. Am 30. Mai erreichte die zweite Folge beispielsweise nur 0,02 Millionen junge Zuschauer und 0,7 Prozent, am 6. Juni waren es für die zweite Ausgabe sogar nur 0,01 Millionen und 0,3 Prozent. Auch die Reichweiten beim Gesamtpublikum blieben meist im Bereich zwischen rund 0,23 und 0,40 Millionen.