RTL Group leidet unter Werbekrise

Das Unternehmen verpasste die Eine-Milliarde-Marke. Sky Deutschland wurde inzwischen integriert, das deutsche RTL kommt nun auf 12,4 Millionen Abonnements.

Die RTL Group veröffentlichte am Dienstag die aktuellen Halbjahreszahlen. Das Unternehmen steigerte den Umsatz um 3,9 Prozent auf 2,890 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum wurden 2,781 Milliarden Euro umgesetzt. Das Adjusted EBITDA stieg von 273 auf 347 Millionen Euro, der Gewinn legte von 59 auf 61 Millionen Euro zu. Das EBITA hingegen verbesserte sich von 86 auf 132 Millionen Euro. RTL hat zahlreiche Sondereffekte wie Aufwendungen für Entlassungen (66 Millionen), den Umzug von RTL+ (20 Millionen) und andere Aktivitäten anders zugeordnet, wodurch der ausgewiesene Gewinn höher ausfällt.

Der Werbeumsatz fiel um vier Prozent von 1,018 Milliarden auf 0,977 Milliarden Euro. Gleichzeitig legte das Digitalgeschäft von 230 auf 255 Millionen Euro zu. Im Bereich Radio, Print und andere Erlösquellen zog der Umsatz von 157 auf 163 Millionen Euro an. Der Streaming-Umsatz kletterte von 235 auf 299 Millionen Euro. Die Dienste RTL+ in Deutschland und Ungarn sowie M6+ in Frankreich verzeichnen zusammen 8,728 Millionen Abonnements, im Vorjahreszeitraum waren es noch 7,232 Millionen. Allein in Deutschland stieg die Zahl der Abonnements von 6,363 auf 7,603 Millionen.

Die Sky-Übernahme führte dazu, dass der Umsatz stieg. Zunächst war lediglich von einem Plus von 0,1 Prozent gesprochen worden. Sky Deutschland sorgte für einen Umsatz von 61 Millionen Euro, allerdings ist der Juni eine Besonderheit: Es mussten keine Rechtekosten bezahlt werden. Obwohl Fremantle deutlich weniger Programme auslieferte, stieg der Gewinn von 39 auf 60 Millionen Euro.

Clément Schwebig, Chief Executive Officer der RTL Group, sagt: „Der Erwerb von Sky Deutschland ist ein Meilenstein für die RTL Group. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Transaktion treibt das Management-Team von RTL Deutschland die Integration der beiden Unternehmen zügig voran. Mit 12,4 Millionen bezahlten Abonnements in der DACH-Region sind wir die klare Nummer drei im deutschsprachigen Streaming-Markt. Wir bestätigen unser Ziel, innerhalb von drei Jahren jährliche Synergien in Höhe von 250 Millionen Euro zu realisieren.“
11.08.2026 08:33 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/174421