Primetime-Check: Montag, 10. August 2026

Sat.1 und ProSieben rutschten bedenklich Weit nach hinten - sogar die kleinere Schwester Kabel Eins zog peinlicher Weise klar an den beiden vorbei.

Aber der Reihe nach: Eine respektable Zuschauerzahl fuhr das ZDF mit der neuen Komödie ein: «Nix ist fix» fixierte 3,37 Millionen zu vorzeigbaren 17,7 Prozent am Gesamtmarkt - damit lag man knapp vor dem Ersten. Bei den 14-49-Jährigen konnte die ZDF-Produktion nicht erbaublich performen, hier waren behäbige 5,9 Prozent bei einer dazugehörigen Reichweite von 0,17 Millionen drin.

Sportlich zu ging es gestern im Ersten. Dort konnten Entscheidungen bei den «Leichtathletik-Europameisterschaften» heitere 18,2 Prozent (3,20 Millionen Einschaltende) angeln, lagen somit auf einem guten zweiten Rang. (Der Prozent-Anteil lag wegen der kürzeren Dauer leicht vor dem ZDF). Bei den Jüngeren waren richtig starke Zahlen zu holen: 18,1 Prozent (0,51 Millionen) sprangen heraus und besorgten glasklar den ersten Rang.

Kabel lag ungewohnter Weise tatsächlich vor allen anderen Privatsendern, denn «The Fast and the Furious» lief klar überdurchschnittlich. Der Blockbuster zeitigte für Kabel 9,8 Prozent bei 0,29 Millionen 14-49-Jährigen. Insgesamt zeigte der Tacho annehmbare 3,7 Prozent (0,70 Millionen). Die Kölner wiederum mussten im Vergleich zu den Vorwochen deutlich kleinere Brötchen backen. Bei RTL lief eine alte Folge von «Undercover Boss» vor einstelligen 8,4 Prozent (0,24 Millionen) in der Zielgruppe. Insgesamt gelangte die Dokusoap auf 1,07 Millionen zu wohl durchwinkbaren 5,7 Prozent.

Die rote Kugel zeigte ein Best-Of zum 20-Jährigen Jubiläum von «Goodbye Deutschland». Jenes brachte für eigene Verhältnisse solide 8,0 Prozent in der Zielgruppe auf, weil 0,23 Millionen aus dieser von der Partie waren. Insgesamt kam man auf noch so vertretbare 3,4 Prozent durch 0,64 Millionen. «Deutschland - Deine Schulden» bei RTLZWEI war ok unterwegs - ziemlich passable 5,3 Zielgruppen-Prozent bei 0,16 Millionen deuten darauf hin. Insgesamt ergab sich ob 2,0 Prozent wegen 0,37 Millionen ein mageres Bild.

Der Bällchensender programmierte «Villa der Versuchung» und kam damit überraschend unter die Räder. Als besorgniserregend zu wertende 4,3 Prozent (0,12 Millionen) ließen die Reality linear in die Krise rutschen. Dass selbst RTLZWEI einen größeren Zuschauer-Umfang bei den 14-49-Jährigen aufwies, lässt auf eine gravierende Erosion der Trash-Brand im klassischen TV schließen. Insgesamt ließen 0,68 Millionen zu 3,8 Prozent ein allenfalls noch durchwachsenes Ergebnis zu. Die Alarmsirenen schrillten aber auch in direkter Nachbarschaft: ProSieben mit neuen «Georgie & Mandy»-Folgen stand völlig ernüchternd da, weil die ersten zwei Folgen der zweiten Staffel lediglich 4,1 und 5,1 Zielgruppen-Prozent durch 0,12 sprich 0,15 Millionen aufbrachten. Am Gesamtmarkt mobilisierte die Sitcom lediglich 0,31 Millionen zu ganz schmalen 1,6 Prozent.

Ergänzung: Bei der Gesamtzuschauerschaft überbot der Spartenkanal ZDFneo wiedermal sämtliche Privatsender in der Primetime. Alte Folgen des Krimi-Klassikers «Inspector Barnaby» generierten nämlich abermals pfundige Werte von zunächst 8,4 und später sogar zweistellige 10,1 Prozent bei 1,61 Millionen Zuschauenden.
11.08.2026 09:25 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/174408