RTL und ZDF lieferten sich vor allem bei den 14-49-Jährigen ein enges Rennen - auf moderatem Sommer-Niveau. Bei den Älteren überholte Andy Borg in der Nische viele Privatsender.

Aber vorweg: Führende Zuschauerzahlen für das Erste mit altem Krimistoff:
«Die Toten am Meer - Tod an der Klippe» generierte hohe 21,2 Prozent bei insgesamt 3,48 Millionen - damit lag man etwas vor dem ZDF, obwohl man nicht die vier Millionen riss. Bei den 14-49-Jährigen konnte die ARD-Reihe nur mangelhaft performen, hier waren 4,6 Prozent bei einer dazugehörigen Reichweite von 0,09 Millionen drin.
Show-Inhalt lieferte gestern hingegen das Zweite. Dort konnte
«Der Quiz-Champion» ebenfalls wirklich erfreuliche 19,6 Prozent (3,07 Millionen Einschaltende) angeln, lag somit gar nicht so weit hinter dem Krimi. Bei den Jüngeren waren weit überdurchschnittliche Zahlen zu holen: Ganz tolle 15,8 Prozent (0,32 Millionen) sprangen heraus - womit die Kerner-Show in dieser Kategorie mit RTL auf Augenhöhe an erster Stelle stand.
RTL, wo
«2. Liga» Wolfsburg-Kaiserslautern gezeigt wurde, stand gleich da bei den 14-49-Jährigen. Bedacht wurde das Match nämlich zunächst mit ebenfalls 0,32 Millionen und absolut heiteren 16,5 Prozent in der Zielgruppe. Vorzeigbar die Zahlen bei den Leuten ab drei Jahren mit 8,6 Prozent bei 1,40 Millionen. 14-49-Jährige hielten sich schließlich beständig auf 0,31 Millionen in Hälfte zwei, die dem Ende noch vitale 13,7 Prozent einbrachten. Die Gesamtzuschauerschaft stieg sogar an auf 1,53 Millionen zu guten 9,2 Prozent.
Ziemlich erfolgreich bei den Menschen bis 49 war auch Schwester VOX: Die rote Kugel zeigte eine Action-Wiederholung:
«Jurassic Park» brachte gute 9,3 Prozent in der Zielgruppe auf, wofür am Sommerabend schon 0,19 Millionen ausreichten. Insgesamt kam man allerdings auf mäßig begrenzte 4,3 Prozent durch überschaubare 0,69 Millionen. Der Bällchensender programmierte den Animations-Film
«Hotel Transsilvanien 4: Eine Monster Verwandlung». Im gestrigen Umfeld als immerhin mäßig passabel zu wertende 7,8 Prozent (0,16 Millionen) ließen Sat.1 d'accord gehen, wenngleich sich auch hier die Reichweite in Grenzen hielt. Insgesamt ließen 0,51 Millionen zu 3,1 Prozent ein nur verhaltenes Ergebnis zu.
ProSieben mit
«Das Duell um die Welt - Das Beste aus 13 Jahren: Hidden Champions» stand halbwegs verschmerzbar, aber nicht berauschend da, weil bei der Ausstrahlung 5,8 Zielgruppen-Prozent durch 0,11 Millionen im Schnitt herauskamen - eine schwache Reichweite, die wohl auch wegen der langen Sendezeit bis nach Mitternacht einen noch recht erträglichen Anteil evozierte. Am Gesamtmarkt mobilisierte das Best-Of lediglich 0,22 Millionen zu seh schmalen 1,6 Prozent.
Vom Anteil nicht gut mitspielen konnte in diesem Gefüge RTLZWEI mit
«Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?»: Hier besorgten sehr überschaubare 0,06 Millionen Jüngere nur dürftige 2,9 Prozent. 1,4 Prozent bei 0,23 Millionen ließen auch am Gesamtmarkt kein positives Wort zu. Übel erschwischte es erneut die orange Eins mit
«9-1-1 Notruf L.A.». Denn die Quoten der ersten Episode kamen nur auf haarige 2,3 Prozent anhand 0,04 Millionen Jüngere. Die zweite Wiederholung optimiert sich nur ganz zaghaft auf 0,06 Millionen und 2,9 Prozent. Insgesamt zeigte der Tacho maximal 1,4 Prozent (0,25 Millionen).
Abschließend noch Erwähnung finden sollte, dass sich SWR und SR noch ins Feld mischten, wo
«Sommerspaß mit Andy Borg» angesichts 0,98 Millionen Interessierten zu 6,1 Prozent bei den Älteren sogar klar an allen privaten Vollprogrammen (außer RTL) vorbeizog und im Gegensatz zu ihnen an der Millionen-Marke am Gesamtmarkt kratzte.