Die neue Dokumentation beleuchtet die Entwicklung des Vereinswesens in Ost und West und zeigt dessen Bedeutung für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Mit „Unsere Vereine – Mehr als Kegeln und Kaninchen“ nimmt
«Terra X History» am Sonntag, 30. August, um 23.50 Uhr ein typisch deutsches Phänomen in den Blick. Die Dokumentation zeichnet die Geschichte des Vereinswesens nach und erklärt, weshalb Vereine bis heute eine wichtige Rolle für das demokratische Zusammenleben spielen. Bereits ab 29. August steht der Film im Streamingangebot des ZDF bereit.
Die Dokumentation spannt den Bogen von den Anfängen des Vereinswesens im 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Vereine entstanden damals als Orte des Austauschs und der Mitbestimmung und entwickelten sich zu wichtigen Freiräumen gegenüber staatlicher Kontrolle und Kleinstaaterei. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte das Vereinsleben in Westdeutschland einen starken Aufschwung, während es in der DDR kaum unabhängige Vereine gab und gesellschaftliches Engagement überwiegend in staatlich gelenkten Organisationen stattfand.
Anhand von Archivaufnahmen sowie Einschätzungen von Historikerinnen, Historikern und Zeitzeugen zeigt der Film, wie Vereine das gesellschaftliche Leben geprägt haben. Dabei geht es nicht nur um Sport- oder Musikvereine, sondern auch um zahlreiche andere Formen ehrenamtlichen Engagements, die Verantwortung, Mitbestimmung und den Austausch unterschiedlicher Meinungen fördern.
Durch die Dokumentation führt Inka Bause, die selbst als Vereinsmitglied aktiv ist. Sie unterstreicht die Bedeutung des Ehrenamts und spricht sich dafür aus, dass es auch künftig viele neue Vereine geben solle. Die Produktion macht deutlich, dass Vereine weit mehr sind als Freizeitbeschäftigungen – sie gelten als wichtige Bausteine für Gemeinschaft, gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Teilhabe.