Ballauf und Schenk ermitteln zwischen Evakuierung, Bunker und einer abgeschotteten Prepper-Gruppe.

Eine Woche nach dem Saisonauftakt mit Maria Furtwänglers Charlotte Lindholm übernimmt das Kölner Ermittlerduo. Am Sonntag, 20. September, zeigt Das Erste um 20.15 Uhr den 96. Kölner
«Tatort» mit dem Titel „Die letzten Menschen von Köln“. Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär geraten dabei in ein Umfeld von Preppern, Überlebenstrainern und Bunkeranlagen.
Der neue Fall beginnt in einer außergewöhnlichen Situation: Während die Bergung einer Weltkriegsbombe große Teile Kölns in den Ausnahmezustand versetzt, wird der Berufsschullehrer Linus Makris in einem Park mit einem Jagdmesser ermordet. Die Ermittlungen von Max Ballauf und Freddy Schenk führen schnell zu dessen Schwester Elara Schmidtke, die jedoch spurlos verschwunden ist.
Die Kommissare stoßen auf Hinweise, dass Elara an einem geheimen Prepper-Workshop teilnimmt. Geleitet wird dieser von Überlebenstrainer Moritz Zechmann und findet an einem abgeschotteten Ort statt – einem ehemaligen Zivilschutzbunker. Während Ballauf und Schenk fieberhaft versuchen, den versteckten Treffpunkt zu finden, verschärft sich die Lage unter den Teilnehmern. Misstrauen, Angst und verdrängte Geheimnisse lassen die Situation im Bunker zunehmend eskalieren.
Für das Drehbuch zeichnen erneut Eva Zahn und Volker A. Zahn verantwortlich, die bereits mehrere markante Kölner «Tatort»-Folgen geschrieben haben. Nach Geschichten aus dem Braunkohlerevier („Abbruchkante“), einem Großbordell („Siebte Etage“) und dem Fernsehturm Colonius rückt diesmal ein ehemaliger Zivilschutzbunker in Köln-Kalk in den Mittelpunkt. Regie führte Marcus Weiler, der bereits „Hubertys Rache“ inszenierte. «Tatort – Die letzten Menschen von Köln» entstand als Produktion der Bavaria Fiction im Auftrag des WDR. Gedreht wurde zwischen März und April 2025 in Köln und Umgebung.
Klaus J. Behrendt äußert sich über die Dreharbeiten im ehemaligen Bunker: „Es war sehr beklemmend, sehr kalt und dunkel. Ein Atomschutzbunker aus dem Kalten Krieg, mit Platz für mehr als 2.000 Menschen. Die Nahrungsmittel und das Wasser hätten für 14 Tage gereicht. Und dann? Ehrlich gesagt will ich gar nicht in so einem Teil landen."
Dietmar Bär kann Überlebenstrainings persönlich wenig abgewinnen und sagt: „Der Mensch will ewig leben. Und überleben. Auch jede Art von Weltkatastrophe. Seit 2020 sollten alle begriffen haben, dass man sich nirgendwo auf der Welt vor nichts auf der Welt verstecken kann. Sehr reiche Menschen können sich Schutzbunker bauen, in denen man lange überleben kann. Wenn dann die letzte Büchse geöffnet, die letzte Flasche Wasser geleert ist, müssen auch diese Menschen aus ihrem Schutzbunker herauskommen und die Luke öffnen. Und verglühen dann erst. Ich glaube, diese Zeit kann man sich sparen. Und das Geld für Überlebenstraining auch.“