Y-Kollektiv blickt auf Rave-Szene, Overtourism und Pokémon-Kult

Rechtsextreme Tendenzen in der Hardtekk-Szene, dem Boom des Massentourismus und dem weltweiten Erfolg von Pokémon sind die Themen.

Das «Y-Kollektiv» setzt im September seine Reportagenreihe mit drei neuen Ausgaben in der ARD Mediathek fort. Den Auftakt macht am 14. September die Reportage „Hardtekk, Hass und Hitlergrüße – Wie Rechtsradikale die Rave-Szene unterwandern“. Die Reporter untersuchen, wie sich rechtsextreme Symbolik und Ideologien zunehmend in der Hardtekk-Szene ausbreiten. Zwischen Stroboskoplicht und schnellen Beats stoßen sie auf Reichsflaggen, Codes und Kleidung mit einschlägiger Symbolik. Die Dokumentation begleitet Partynächte, spricht mit Szeneangehörigen und konfrontiert Akteure, die sich selbst als unpolitisch bezeichnen, gleichzeitig aber Neonazi-Ästhetik verbreiten.

Eine Woche später, am 21. September, folgt die «Y-History»-Ausgabe „Die "Anti-Touristen" – Warum keiner mehr Tourist sein will“. Reporterin Anne Thiele geht der Frage nach, weshalb immer mehr Menschen zwar reisen, sich selbst aber nicht als Touristen verstehen möchten. Ausgangspunkt ihrer Recherche ist der mexikanische Urlaubsort Tulum, der innerhalb weniger Jahre vom Geheimtipp zum überlaufenen Reiseziel wurde. Die Dokumentation zeichnet nach, wie soziale Medien und Algorithmen diesen Wandel beschleunigen, schlägt den Bogen jedoch bis ins 19. Jahrhundert zurück und zeigt, dass der Wunsch nach dem vermeintlich authentischen Reisen keineswegs ein neues Phänomen ist.

Am 28. September steht schließlich Popkultur im Mittelpunkt. „Der POKÉMON-Hype – Vom Schulhof zum Milliardenmarkt“ beleuchtet den Aufstieg der japanischen Marke zum erfolgreichsten Medien-Franchise der Welt. Reporter Frederik Fleig, selbst Teil der ersten Pokémon-Generation, begibt sich nach Deutschland und Japan, lässt alte Sammelkarten schätzen und spricht mit Fans sowie Verantwortlichen hinter der Marke. Die Reportage erscheint anlässlich des 30. Pokémon-Jubiläums und zehn Jahre nach dem Start von „Pokémon GO“ und geht der Frage nach, weshalb das Phänomen bis heute Generationen begeistert.
06.08.2026 05:47 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/174263