Ist Trash-TV mit «Hartz»-Stempel noch zeitgemäß?

RTLZWEI verliert am Vorabend gänzlich die Zielgruppe - während die Gesamtreichweite stagniert. Hat das «Hartz»-TV ein Ablaufdatum?

Zumindest mit dem Blick auf den gestrigen Freitag, muss sich die Frage gestellt werden, ob RTLZWEI mit durchaus prominenten Programmierungen für die «Hartz»-Formate noch auf das richtige Pferd setzt. Ohne Berücksichtigung der Primetime lief der RTLZWEI-Tag gestern am Vormittag noch am besten. Die Dauerschleife aus «Der Trödeltrupp - Das Geld liegt im Keller» steigerte die Gesamtreichweite bis zum 13 Uhr-Slot auf durchschnittlich 0,33 Millionen Menschen, die Quote erreichtge daher mit 5,6 Prozent den bisherigen Bestwert. Die werberelevanten Zuschauer können bis in das Mittagsprogramm ganz gut mitschwimmen, ab 10 Uhr waren 0,06 Millionen dabei, was zu 9,0 Prozent am Markt reichte.

In der Folge schrumpfte diese Reichweite jedoch auf 0,03 Millionen, wobei man in Grünwald ab 13:10 Uhr mit noch 5,1 Prozent wohl zufrieden sein wird. Vor allem, da man zwar mit dem Start von «Südklinik am Ring» die Gesamtreichweite auf einen Schlag verlor - mit noch 0,17 Millionen waren nur noch 2,6 Prozent drin. Jedoch steigerte sich die Zielgruppe - von zunächst 0,07 Millionen auf 0,09 Millionen bei der zweiten Folge. So schraubte sich der entsprechende Marktanteil auf 9,3 Prozent. Zusammengefasst: «Der Trödeltrupp» besorgt die Gesamtreichweite, «Südklinik am Ring» kümmert sich um die Zielgruppe. Und ab 16:15 Uhr verliert «Hartz und Herzlich» beide Zuschauergruppen.

Mit dem Start von «Hartz und Herzlich - Tag für Tag Rostock» fällt die Gesamtleistung auf 0,12 Millionen ab, weniger Zuschauer verzeichnete der Sender zuletzt zwischen 09 und 10 Uhr am Morgen. Die Quote war daher mit 1,5 Prozent im Eimer und in der Zielgruppe rutschte die Begeisterung mit 0,03 Millionen Umworbenen auf 2,9 Prozent ab. «Hartz Rot Gold» im Anschluss steigerte insgesamt leicht auf 0,17 Millionen, die Zielgruppe reduzierte sich auf 0,02 Millionen. Damit entwickelten sich die Quoten auf 1,8 Prozent insgesamt und 2,1 Prozent am Markt der Zielgruppe. Der dritte Anlauf mit «Hartz und Herzlich - Tag für Tag Rostock» ab 18:15 Uhr brachte keine essenzielle Verbesserung. Insgesamt lief es mit 0,18 Millionen noch etwas besser, wobei die Quote auf 1,5 Prozent abrutschte. In der Zielgruppe waren mit 0,02 Millionen Zuschauern weiterhin schwache 1,7 Prozent drin.
01.08.2026 08:59 Uhr  •  Felix Maier Kurz-URL: qmde.de/174147