Die neue ZDF-Dokumentation begleitet Häftlinge und Sicherungsverwahrte über einen längeren Zeitraum und fragt nach Schuld, Hoffnung und einem möglichen Neuanfang.

Mit „Im Gefängnis: Das Prinzip Hoffnung“ zeigt das ZDF am 25. August um 22.15 Uhr eine neue Ausgabe der Reihe
«37°». Der Film von Manfred Karremann steht bereits ab dem Morgen des Ausstrahlungstages in der ZDFmediathek bereit. Im Mittelpunkt stehen drei Männer, deren Schicksale beispielhaft für unterschiedliche Formen des Freiheitsentzzugs in Deutschland stehen.
Jan sitzt seit mehr als zwanzig Jahren wegen Gangschlägereien im Gefängnis. Sergio lebt nach verbüßter Strafe weiterhin in der Sicherungsverwahrung, weil Gutachter ihn nach wie vor als gefährlich einstufen. Im Film schildert er, wie die therapeutische Aufarbeitung seiner Taten seinen Blick auf die Vergangenheit verändert hat. Trotz der Hoffnung auf eine Entlassung fällt das jährliche Gutachten erneut negativ aus. Joachim Stein, Leiter des Vollzugsdienstes, erläutert, dass manche Sicherungsverwahrte aufgrund ihres Gefährdungspotenzials bis ins hohe Alter in der Einrichtung bleiben müssen.
Einen anderen Weg zeigt die Dokumentation am Beispiel von Berkman. Er wurde wegen Beihilfe zum Cannabis-Schmuggel zu fünf Jahren Haft verurteilt und konnte aufgrund guter Führung bereits nach vier Jahren entlassen werden. Der Film begleitet ihn über zwei Jahre – vom geschlossenen Vollzug bis in die Freiheit. Dabei wird deutlich, dass die Haft auch nach der Entlassung tiefe Spuren hinterlässt. Während seiner Gefängniszeit zerbrach seine Ehe, der Kontakt zu seinen Kindern riss ab, und seine jüngste Tochter kennt ihn lediglich von Fotos.
„Im Gefängnis: Das Prinzip Hoffnung“ zeigt die unterschiedlichen Perspektiven von Menschen, die ihre Freiheit verloren haben. Während Berkman auf einen festen Entlassungstermin hinarbeiten kann, hängt die Zukunft von Jan und Sergio jedes Jahr erneut von der Einschätzung unabhängiger Gutachter ab. Die Dokumentation beleuchtet damit nicht nur den Alltag hinter Gefängnismauern, sondern auch die Frage, wie Schuld, Resozialisierung und Hoffnung im deutschen Strafvollzug miteinander verbunden sind.