Beide öffentlich-rechtlichen Sender stellen am Wahlabend ihr Programm um und begleiten die mit Spannung erwartete Landtagswahl mit umfangreichen Sondersendungen.

Der Wahlabend in Sachsen-Anhalt wird am Sonntag, 6. September, das Programm von Das Erste und dem ZDF prägen. Beide Sender starten ihre Live-Berichterstattung bereits um 17.40 Uhr und reagieren damit auf eine Wahl, die als richtungsweisend für die deutsche Politik gilt. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Alternative für Deutschland (AfD) erstmals bei einer Landtagswahl die absolute Mehrheit erringen und den ersten AfD-Ministerpräsidenten stellen kann.
Das Erste überträgt unter dem Titel
«Landtagswahl in Sachsen-Anhalt» ab 17.40 Uhr gemeinsam mit dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) live. Gunnar Breske führt durch die Sendung, die vom MDR produziert wird. Nach der «Tagesschau» um 20.00 Uhr folgt zwar zunächst der geplante «Tatort: Das Ende der Nacht», anschließend kehrt das Erste aber zur Wahl zurück. Um 21.50 Uhr informiert ein «Tagesthemen extra» mit Jessy Wellmer über den aktuellen Stand, ehe um 22.00 Uhr «Caren Miosga» die politischen Konsequenzen des Wahlausgangs diskutiert. Den Abschluss bildet die reguläre Ausgabe der «Tagesthemen» um 23.00 Uhr.
Auch das ZDF sendet bereits ab 17.40 Uhr live aus dem Wahlstudio in Magdeburg. Shakuntala Banerjee moderiert die Berichterstattung, unterstützt von Politikexperte Karl-Rudolf Korte sowie Stefan Leifert, der gemeinsam mit der Forschungsgruppe Wahlen Hochrechnungen und Analysen präsentiert. Um 19.00 Uhr unterbricht das ZDF die Berichterstattung für die «heute»-Nachrichten, ehe die Wahlsendung bereits um 19.25 Uhr bis 19.35 Uhr fortgesetzt wird.
Auch am Tag nach der Wahl bleibt die Berichterstattung im Ersten im Zeichen der politischen Entwicklungen. Am Montag, 7. September, sendet Das Erste um 20.15 Uhr eine weitere Sondersendung, in der die Ergebnisse und die Konsequenzen der Landtagswahl im Mittelpunkt stehen. Direkt im Anschluss übernimmt um 21.00 Uhr Louis Klamroth mit einer Ausgabe von «Hart aber fair», die sich ebenfalls den politischen Auswirkungen der Abstimmung widmen dürfte. Damit begleitet die ARD die möglicherweise historische Wahl nicht nur am Sonntagabend, sondern auch mit einem Schwerpunktprogramm am Folgetag.
Der Wahlabend könnte historische Bedeutung erlangen. Nach den jüngsten Umfragen führt die AfD deutlich vor der CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Sollte sie die absolute Mehrheit verfehlen, dürfte eine komplizierte Regierungsbildung bevorstehen. Gelingt ihr dagegen der Wahlsieg mit eigener Mehrheit, wäre erstmals ein AfD-Politiker Regierungschef eines Bundeslandes. Entsprechend groß ist das Interesse an der Abstimmung, obwohl in Sachsen-Anhalt lediglich rund 1,7 Millionen Menschen wahlberechtigt sind.