Primetime-Check: Samstag, 25. Juli 2026

Nicht nur auf den Wiesen, sondern auch im TV-Feld herrscht momentan akute Dürre - nur im Ersten hat ein frisches Schauer die Primetime gestreift.

Aber vorweg: Freundliche Zuschauerzahlen für das ZDF trotz Wiederholung. «Ostfriesenfluch» generierte starke 21,8 Prozent bei insgesamt 3,44 Millionen - damit lag man etwas vor dem Ersten, obwohl man (womöglich auch hitze-bedingt) nicht die vier Millionen riss. Bei den 14-49-Jährigen konnte die ZDF-Reihe nur durchwachsen performen, hier waren 6,3 Prozent bei einer dazugehörigen Reichweite von 0,13 Millionen drin.

Neuen Show-Stoff lieferte gestern hingegen das Erste. Dort konnte eine «Gefragt - Gejagt» Primetime-Folge ebenfalls hohe 21,3 Prozent (3,17 Millionen Einschaltende) angeln, lag somit nur ein Stückchen hinter dem ZDF. Bei den Jüngeren waren klasse Zahlen zu holen: Weit überdurchschnittliche 17,1 Prozent (0,35 Millionen) sprangen heraus - sogar die Führung in diesem Segment.

RTL, wo eine Wiederholung «Mario Barth live aus der Waldbühne! Männer sind Frauen, manchmal aber auch...vielleicht» gezeigt wurde, stand auch noch ziemlich gut da bei den 14-49-Jährigen. Bedacht wurde Barth nämlich mit 0,27 Millionen und klar zweistelligen 13,2 Prozent in der Zielgruppe - damit konnte RTL unter hochsommerlichen Bedingungen zufrieden sein. Ausbaufähig die Zahlen bei den Leuten ab drei Jahren mit 6,0 Prozent bei 0,93 Millionen. Der Bällchensender programmierte den alten Katastrophenfilm «2012». Im gestrigen Umfeld als ordentlich zu wertende 9,0 Prozent (0,18 Millionen) ließen Sat.1 d'accord gehen, wenngleich sich auch hier die Reichweite in Grenzen hielt. Insgesamt ließen 0,80 Millionen zu 5,4 Prozent ein akzeptables Ergebnis zu, obwohl ebenfalls die Millionen verpasst wurden.

Weit abgeschlagen die übrigen Privatsender: ProSieben mit «Galileo 360° Ranking XXL» stand grottig da, weil bei der Ausstrahlung maue 4,5 Zielgruppen-Prozent durch lediglich 0,07 Millionen im Schnitt herauskamen - man ruinierte sich seine Durchschnitte aber auch selbst zusätzlich durch eine unfassbar langgezogene Sendezeit bis weit nach 03.00 Uhr. Am Gesamtmarkt mobilisierte das Ranking lediglich 0,21 Millionen zu mickrigen 2,2 Prozent. RTLZWEI hatte mit «Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?» auch nicht viel zu melden - hier langten bescheidene 0,07 Millionen (bis 22.15 Uhr) zu so eben noch verschmerzbaren 3,7 Prozent, die aber natürlich fern von einem echten Erfolg waren. 1,6 Prozent bei 0,25 Millionen gewannen am Gesamtmarkt zudem überhaupt keinen Blumentopf.

Erfolgreich bei den Menschen bis 49 war auch VOX nicht. Die rote Kugel zeigte eine Animations-Wiederholung: «Boss Baby - Schluss mit Kindergarten» brachte ganz schlechte 2,7 Prozent in der Zielgruppe auf, wofür dezimierte 0,06 Millionen verantwortlich waren - auch hier zeigte sich die Überschaubarkeit der gestrigen TV-Reichweiten bei den 14.49-Jährigen. Insgesamt kam man auf furchtbare 1,1 Prozent durch richtiggehend blamable 0,17 Millionen. Übel erschwischte es auch die orange Eins trotz Wechsel von «Elsbeth» auf «9-1-1 Notruf L.A.». Denn die Quoten der erste Episode kam nur auf haarige 2,3 Prozent anhand 0,04 Millionen Jüngere. Die zweite Wiederholung ließ gar noch mehr Federn auf 0,03 Millionen und grausige 1,5 Prozent. Insgesamt zeigte der Tacho maximal 2,5 Prozent (0,40 Millionen).
26.07.2026 09:43 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/173946