Orange statt Massengeschmack: Neue Marke stößt auf Lob und Kritik

Aus Massengeschmack.TV wird Orangeflix. Während die neue Plattform und das überarbeitete Design bei vielen Nutzern gut ankommen, sorgt der neue Name in der Community für reichlich Diskussionen.

Der Hamburger Streaminganbieter Massengeschmack.TV schlägt ein neues Kapitel auf: Künftig tritt die Plattform unter dem Namen Orangeflix auf. Während das modernisierte Design und zahlreiche neue Funktionen bei vielen Nutzern gut ankommen, sorgt der neue Markenname in der Community für deutlich gemischtere Reaktionen.

Mit der Umbenennung verabschiedet sich das Unternehmen von einer Marke, die seit der Gründung eng mit Holger Kreymeier verbunden war. Parallel zum neuen Namen ging auch eine komplett überarbeitete Internetseite an den Start. Im offiziellen Forum loben zahlreiche Abonnenten unter anderem die verbesserte Suche, die neue Bild-im-Bild-Funktion sowie die insgesamt modernere Gestaltung. Auch die Möglichkeit, Inhalte komfortabler zu verwalten, wird vielfach positiv hervorgehoben.

Wesentlich kritischer fällt hingegen das Echo auf den Namen „Orangeflix“ aus. In einer von Nutzern gestarteten Umfrage überwiegen zunächst die skeptischen Stimmen. Mehrere Forenmitglieder beschreiben die Bezeichnung als gewöhnungsbedürftig oder wenig einprägsam, während andere betonen, dass ihnen letztlich die Inhalte wichtiger seien als der Markenauftritt. Gleichzeitig wird diskutiert, ob der Zusatz „flix“ den Eindruck erwecken könnte, Orangeflix konzentriere sich künftig vor allem auf Filme, obwohl das Angebot weiterhin stark von Eigenproduktionen und Magazinen geprägt ist.

Die Neuausrichtung dürfte jedoch nicht nur optische Gründe haben. Mit dem Abschied vom Namen Massengeschmack trennt sich das Unternehmen zugleich von einer Marke, die über Jahre hinweg stark mit ihrem Gründer und dessen medienkritischen Formaten verbunden war. Gerade die teils scharf formulierte Kritik von Quotenmeter hatte den Namen Massengeschmack geprägt. Mit Orangeflix soll nun offenbar ein eigenständigeres, moderneres Streaming-Label etabliert werden, das weniger auf die Vergangenheit verweist und stärker als eigenständige Unterhaltungsplattform wahrgenommen werden kann. Eine offizielle Begründung in diese Richtung wurde bislang allerdings nicht veröffentlicht.
24.07.2026 20:36 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/173935