Eine neue Dokumentation zeigt, welche Rolle Frauen beim Aufstieg und Erhalt des Pharaonenreichs tatsächlich spielten.

Der Kultursender arte strahlt am Samstag, 29. August, um 20.15 Uhr die Dokumentation
«Die Pharaoninnen. Frauen, die das Reich Ägypten formten» aus. Der 90-minütige Film ist anschließend bis zum 27. September online verfügbar. Regisseurin Christiane Streckfuß verbindet aktuelle archäologische Forschung mit der Geschichte des Alten Ägypten und rückt dabei Frauen in den Mittelpunkt, deren Bedeutung lange unterschätzt wurde.
Ausgangspunkt der Dokumentation sind neue Ausgrabungen auf dem ältesten Königsfriedhof Ägyptens. Unter der Leitung der Wiener Ägyptologin Christiana Köhler untersucht ein internationales Forschungsteam Gräber, Siedlungen und weitere Fundstätten, um den Ursprüngen des ersten Territorialstaates der Welt nachzugehen. Die Forschenden kommen zu dem Schluss, dass Umweltveränderungen, Migration und neue Formen staatlicher Organisation entscheidend zum Aufstieg des Pharaonenreichs beitrugen.
Besonderes Augenmerk legt der Film auf die Rolle von Frauen. Lange galt das Alte Ägypten als eine von männlichen Herrschern dominierte Gesellschaft. Neuere Forschungsergebnisse zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild. Demnach nahmen Frauen bereits in der Frühzeit des Reiches wichtige Funktionen in Politik, Wirtschaft und Thronfolge ein. Die Dokumentation spannt den Bogen von der frühen Herrscherin Meret-Neith bis zu den berühmten Königinnen Nofretete und Kleopatra und zeigt, wie moderne Wissenschaft traditionelle Vorstellungen über die Machtverhältnisse im Alten Ägypten korrigiert. Mit aktuellen Grabungsbildern, historischen Einordnungen und wissenschaftlichen Analysen erklärt «Die Pharaoninnen. Frauen, die das Reich Ägypten formten», warum das Alte Ägypten auch mehr als zwei Jahrtausende nach seinem Untergang nichts von seiner Faszination eingebüßt hat.