FIFA WM schiebt Comcast an

Das Unternehmen leidet bei den Festnetztarifen, allerdings erlebten die Fernsehsender durch die Fußball-Weltmeisterschaft einen Höhenflug.

Anfang Juli teilte das Unternehmen mit, dass nach den linearen Fernsehsendern (Versant) auch NBC Universal und Sky in ein eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen überführt werden sollen. Aus diesen Erlösen möchte das Unternehmen weiter in sein Hauptgeschäftsfeld, das Internet, investieren. Starlink von SpaceX könnte bereits in wenigen Jahren zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten werden. Der Umsatz des in Philadelphia ansässigen Unternehmens schrumpfte von 30,313 auf 29,940 Milliarden US-Dollar. Im zweiten Quartal sank das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 10,283 auf 8,902 Milliarden US-Dollar. Das Nettoeinkommen brach mit 3,526 Milliarden US-Dollar völlig ein; im Vorjahr wurden noch 11,123 Milliarden US-Dollar erzielt.

Der Umsatz der Plattformen und Verträge schrumpfte von 48,318 auf 47,718 Millionen und die Zahl der Breitbandverträge ging von 29,989 auf 28,486 Millionen zurück. Das Wireless-Geschäft wuchs hingegen von 8,527 auf 10,187 Millionen. Die Zahl der Video-Abonnenten schrumpfte auch ohne Sky Deutschland von 11,771 auf 10,668 Millionen. Der Umsatz der Plattformen schrumpfte von 20,414 auf 19,795 Milliarden US-Dollar und der Gewinn vor Steuern sank von 8,450 auf 7,964 Milliarden US-Dollar. Der Streamingdienst Peacock schrieb erstmals Gewinn und verzeichnet aktuell 48 Millionen Abonnenten.

Im Bereich Media erwirtschaftete Comcast mit seinen Angeboten Peacock, NBC, Bravo und Telemundo 2,163 Milliarden US-Dollar; im zweiten Quartal des Vorjahres waren es nur 1,395 Milliarden US-Dollar. Ohne die FIFA WM wäre der Umsatz bei 1,723 Milliarden US-Dollar gelegen. Die Vertriebsgebühren stiegen von 1,632 auf 1,993 Milliarden US-Dollar und die internationalen Networks legten von 1,254 auf 1,330 Milliarden US-Dollar zu. Der Medienbereich verbesserte sich von 4,543 auf 5,691 Milliarden US-Dollar, die internationalen Vertriebsgebühren von NBC Universal blieben mit 1,799 zu 1,805 Milliarden stabil und das Kinogeschäft verbesserte sich dank «Super Mario Galaxy Movie» von 284 auf 972 Millionen US-Dollar. Der Umsatz der Themenparks stieg von 2,349 auf 2,413 Milliarden US-Dollar, der Gewinn sank um fünf Prozent auf 609 Millionen (2. Quartal 2025: 641 Millionen).
23.07.2026 14:17 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/173859