Der Bayerische Rundfunk hat seinen Jahresabschluss 2025 verabschiedet.

Der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks (BR) hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 genehmigt. Die Wirtschaftsrechnung weist Gesamterträge von 1,294 Milliarden Euro bei Aufwendungen von 1,283 Milliarden Euro aus. Unter Berücksichtigung weiterer Bilanzpositionen ergibt sich ein negatives Finanzergebnis von 44,4 Millionen Euro. Damit liegt das Defizit zwar über dem ursprünglich geplanten Fehlbetrag von 38,4 Millionen Euro, fällt angesichts der Rahmenbedingungen jedoch vergleichsweise moderat aus.
Als Hauptursache nennt der BR die ausgebliebene Erhöhung des Rundfunkbeitrags entsprechend der Empfehlung des 24. KEF-Berichts. Dadurch fehlten dem Sender im Jahr 2025 32,6 Millionen Euro an Einnahmen. Dass das Defizit dennoch lediglich um sechs Millionen Euro höher ausfiel als geplant, führt der BR auf höhere Erträge aus Finanzanlagen sowie eine konsequente Haushaltsführung zurück. Die externe Wirtschaftsprüfung durch RSM Ebner Stolz bescheinigte dem Jahresabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
BR-Rundfunkratsvorsitzender Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert: "Das Jahr 2025 war geprägt durch die angespannte finanzielle Lage aufgrund der nicht erfolgten Beitragsanpassung. Daher sind auch Einsparungen im Programm inzwischen nicht mehr zu übersehen und zu überhören. Der Rundfunkrat ist sich bewusst, dass die langfristige wirtschaftliche Stabilität des BR nur durch strukturelle Konsolidierungsmaßnahmen gewährleistet werden kann. Gleichzeitig gilt es, die Vielfalt, Qualität und regionale Ausgewogenheit des Programms zu bewahren. Der Rundfunkrat wird weiterhin Transparenz über die Prioritätensetzung des BR einfordern und auf eine faire Balance zwischen Sparzwängen und programmlichem Auftrag achten."