Konnte das 20-Jährige Jubiläum zu «Goodbye Deutschland» näher an RTL heranrücken? Und: Wurde «Barnaby» am Gesamtmarkt wieder gefährlich?

Eine respektable Zuschauerzahl fuhr das ZDF trotz Wiederholung ein, das mit dem Kriminalfilm
«Briefe aus dem Jenseits» klar gute 19,4 Prozent bei insgesamt 3,89 Millionen generieren konnte - damit lag man klar vor dem Ersten, obwohl man die vier Millionen verfehlte. Bei den 14-49-Jährigen konnte die ZDF-Reihe zumindest mäßig performen, hier waren 7,9 Prozent bei einer dazugehörigen Reichweite von 0,26 Millionen drin.
Komödien-Stoff lieferte gestern die ARD im Hauptprogramm des Ersten. Dort konnte eine Free-TV-Premiere der französischen Produktion unter dem Titel
«Oh la la - Wer ahnt denn sowas?» solide 15,6 Prozent (3,13 Millionen Einschaltende) angeln, lag somit auf einem vertretbaren zweiten Rang. Bei den Jüngeren waren auch löbliche Zahlen zu holen: 9,2 Prozent (0,30 Millionen) sprangen heraus und besorgten den zweiten Rang auf Augenhöhe mit VOX hinter RTL.
Die Kölner wiederum konnten sehr zufrieden sein. Bei RTL lief eine neue Folge von
«Undercover Boss» vor klasse 15,0 Prozent (0,48 Millionen) in der Zielgruppe - die Marktführerschaft in diesem Segment war überdeutlich. Insgesamt gelangte die Dokusoap auf 1,56 Millionen zu zumindest soliden 8,1 Prozent. Die rote Kugel zeigte das 20-Jährige Jubiläum zu
«Goodbye Deutschland». Jenes brachte für eigene Verhältnisse solide 9,2 Prozent in der Zielgruppe auf, weil 0,30 Millionen aus dieser von der Partie waren. Insgesamt kam man auf vernünftige 4,6 Prozent durch 0,91 Millionen.
Der Bällchensender programmierte
«Der SAT.1-Fertiggerichte-Check!» und war damit noch soeben ok unterwegs. Als vertretbar zu wertende 6,9 Prozent (0,22 Millionen) ließen dennoch Luft nach oben. Insgesamt ließen 0,63 Millionen zu 3,3 Prozent ein allenfalls noch durchwachsenes Ergebnis zu. Kabel lag nur knapp dahinter und damit für eigenes Dafürhalten solide da, denn
«Iron Man 2» lief überdurchschnittlich. Der Blockbuster zeitigte für Kabel 6,7 Prozent bei 0,21 Millionen 14-49-Jährigen. Insgesamt zeigte der Tacho gerade so annehmbare 3,0 Prozent (0,56 Millionen).
ProSieben mit einer
«Georgie & Mandy»-Aufwärmung stand zunächst ernüchternd da, weil die ersten zwei Folgen der Ausstrahlung lediglich 4,9 und 5,7 Zielgruppen-Prozent durch 0,15 sprich 0,19 Millionen aufbrachten - nach 21.00 Uhr ging es mit 6,4 und 6,8 Prozent (0,23 Millionen) in die richtige Richtung. Am Gesamtmarkt mobilisierte die Sitcom lediglich zwischen 0,27 und 0,36 Millionen zu ganz schmalen 1,4 bis 2,0 Prozent. Die erste wiederholte Folge von
«Die Geissens» bei RTLZWEI war auf Augenhöhe unterwegs - durchwinkbare 4,8 Zielgruppen-Prozent bei gleichfalls 0,15 Millionen deuten darauf hin. Insgesamt ergab sich ob 1,5 Prozent wegen 0,29 Millionen ein brutal mageres Bild. Die zweite Episode nach 21.00 Uhr sank dann in der Zielgruppe auf bedenkliche 0,07 Millionen und 2,2 Prozent.
Ergänzung: Am Gesamtmarkt überbot der Spartenkanal ZDFneo wiedermal sämtliche Privatsender in der Primetime. Alte Folgen des Krimi-Klassikers
«Inspector Barnaby» generierten nämlich starke Werte von zunächst 8,3 und später sogar wunderbare 10,4 Prozent bei 1,66 Millionen Zuschauenden.