Keine Schnittmenge: «Bitte melde dich» trotz auch dem «WM-Finale»

Sat.1 kann sich auf «Julia Leischik sucht: Bitte melde dich» verlassen - auch gegenüber dem Finale der «FIFA WM».

Selbstverständlich muss dieser Vergleich nach dem Finale der «FIFA WM 2026» gezogen werden. Während quasi jedes TV-Format während der «WM»-Zeit leidet und an Reichweite und Quote Einbüßen vermeldet, zeigte sich «Julia Leischik sucht: Bitte melde dich» gänzlich unbeeindruckt. Ausschließlich am 14. Juni merkte «Bitte melde dich» den «WM»-Fußball, denn zeitgleich schalteten damals über 23 Millionen Zuschauer zum Ersten, wo der deutsche Gruppen-Auftakt gegen Curaçao lief. An diesem, gewissermaßen verhängnisvollen Sonntag rutschte die Gesamtreichweite bei Sat.1 mit 0,96 Millionen auf knapp unter die Million-Marke. Während der Fußball über 70 Prozent des Marktes belegte, kam der Bällchensender auf noch vergleichsweise ordentliche 3,1 Prozent. Die Gefahr einer Wiederholung dieses Ergebnisses ersparte der DFB Sat.1 mit dem Ausscheiden im Sechzehntelfinale - und so ergab sich am gestrigen Sonntag zwischen «WM»-Fußball und «Julia Leischik sucht» abermals keine größere Schnittmenge.

Denn das Vermissten-Format beim privaten Sender sicherte sich ab 18:55 Uhr mit 1,34 Millionen Zuschauer eine absolut gewohnt starke Reichweite. Die Quote von «Bitte melde dich» kann sich mit 8,1 Prozent durchaus sehen lassen. Auch, obwohl nach zwei Wochen mit zweistelligem Marktanteil erstmals wieder ein einstelliges Ergebnis akzeptiert werden musste. In der Zielgruppe kam der gestrige Vorabend bei Sat.1 auf lediglich 0,10 Millionen Umworbenen und daher eher dünne 4,3 Prozent, hier hat jedoch «Julia Leischik sucht» meist nicht unbedingt seine Stärken. In Summe zeigte sich demnach, dass bewährter TV-Stoff auch großen Sportereignissen trotzen kann.

Im Anschluss an «Julia Leischik sucht: Bitte melde dich» setzte Sat.1 auf einen klassischen romatischen Spielfilm, um wohl weiterhin die Schnittmenge zum klassischen Fußballfan minimal zu halten. Das funktionierte mit «Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück» nur bedingt. Die Reichweite ging im Gesamten auf 0,38 Millionen runter, damit sank auch die Quote auf eher unschöne 1,4 Prozent. Die Zielgruppe konnte mit noch 0,10 Millionen Werberelevanten auf 1,5 Prozent des Marktes setzen.
20.07.2026 08:38 Uhr  •  Felix Maier Kurz-URL: qmde.de/173741