Die ZDF-Reihe «einfach Mensch» porträtiert Anfang August den Berliner Peer-Berater Bilal Kir, der mit Multipler Sklerose lebt und einen schwerbehinderten Pflegesohn großzieht.

Das ZDF zeigt am Samstag, 1. August, eine neue Ausgabe der Reihe
«einfach Mensch». Im Mittelpunkt des Films „Bilal Kir: Ich passe in keine Schublade“ steht der 46-jährige Berliner Bilal Kir, dessen Lebensweg von unterschiedlichen Identitäten und Erfahrungen geprägt ist. Bereits ab dem 28. Juli steht die Dokumentation im Streaming-Angebot des Senders zur Verfügung.
Kir lebt seit seinem 15. Lebensjahr mit Multipler Sklerose und engagiert sich seit mehr als zwei Jahrzehnten als Peer-Berater für Menschen mit Behinderung und Migrationsgeschichte. Aufgewachsen rund um das Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg, kennt er die Herausforderungen vieler Betroffener aus eigener Erfahrung. In seiner Arbeit unterstützt er Menschen dabei, sich in verschiedenen gesellschaftlichen und kulturellen Lebenswelten zurechtzufinden.
Die Dokumentation zeigt auch Kirs ungewöhnliche Familiensituation. Gemeinsam mit mehreren Assistenzen kümmert er sich um seinen schwerbehinderten Pflegesohn Ali, der rund um die Uhr Unterstützung benötigt. Ursprünglich sollte Kir die Familie des Jungen lediglich beraten. Als sich jedoch keine geeignete Lösung für dessen Betreuung fand, entschloss er sich, Ali selbst aufzunehmen. Inzwischen plant er, den Jungen zu adoptieren.
Regisseurin Andrea Schuler begleitet Bilal Kir durch seinen Alltag und beleuchtet dabei Themen wie Inklusion, Identität, Herkunft und gesellschaftliche Teilhabe. Der Protagonist spricht offen über Vorurteile, die er sowohl aufgrund seiner Behinderung als auch seiner türkischen Wurzeln erlebt hat. Gleichzeitig setzt er sich dafür ein, Berührungsängste abzubauen und zu zeigen, dass Behinderung, Religion und ein selbstbestimmtes Leben kein Widerspruch sein müssen.