Linear lief es durch Nachgewichtungen respektabel, On Demand sah es richtig schön aus.
Nachdem das lineare Interesse an «Kampf der Realitystars» in den letzten Jahren ein Stück rückläufig war, sollten mit der neuen Staffel wohl ein paar Impulse eingeleitet werden. Neben neuem Senderhythmus (Mittwoch und Sonntag in Doppelfolgen) war das Setzen auf Allstars auffällig, was auch mit dem angepassten Titel
«Kampf der RealityAllstars» einherging. Konnte dieser Move das Interesse anheben?
Gestartet war die Allstar-Runde am Sonntag, 19. April 2026. Die erste Episode des Premieren-Abends konnte sich nur einen enttäuschend ausbaufähigen Zielgruppen-Anteil von 3,7 Prozent sichern, weil 0,19 Millionen Reality-Fans zuschalteten. Der zweite Teil am gleichen Abend verharrte dann bei 3,7 Prozent durch 0,17 Millionen. Noch wesentlich schlechter war das Feld bei den Älteren bestellt, auf dem bloß 2,2 Prozent (0,56 Millionen) erwuchsen.

Ein Lichtblick brach sich am folgenden Mittwoch bahn, als zunächst ordentliche 6,3 Prozent durch 0,27 Millionen aufkamen. Die zweite Folge des Termins steigerte die Reichweite sogar noch 0,30 Millionen, trotzdem sank der Anteil ein bisschen auf 5,9 Prozent. Insgesamt liefs ob maximal 0,77 Millionen und 3,4 Prozent akzeptabel für RTLZWEI-Verhältnisse.
In den nächsten Wochen pendelten sich die Ergebnisse in der Zielgruppe in einer Range um fünf Prozent ein bei 0,19 bis 0,25 Millionen 14-49-Jährige. Im Vergleich zu den ursprünglichen Over-Night-Ratings beinhaltet dies schon einige Nachgewichtungen. Einen richtigen Ausschlag setzte es dann am 13. Mai, als mit der zweiten Folge des Abends schöne 7,0 Prozent anhand 0,28 Millionen Jüngere erhoben wurden. Insgesamt waren es zu diesem Zeitpunkt auch recht respektable 0,72 Millionen.

Halten ließ sich die erhöhte Flughöhe am Folgetermin allerdings nicht. Zunächst setzte es mit der ersten Folge des Abends nur verhaltene 3,7 Prozent wegen 0,17 Millionen Umworbenen. Die zweite Episode im Anschluss steigerte sich immerhin auf in Ordnung gehende 5,0 Prozent und 0,21 Millionen.
Während am anschließenden Datum die Anteile über fünf Prozent gehalten wurden, musste die Sendung kurz vor dem Finale am 3. Juni nochmal etwas abreißen lassen. Der Fall war dies, weil die Relationen auf 4,1 Prozent und 0,13 Millionen Jüngere nachließen. Wieder war es die zweite Folge des Abends, die das Bild wieder mehr aufheiterte wegen 5,5 Prozent (0,19 Millionen). Am Gesamtmarkt war man ob 0,59 Millionen zu 2,9 Prozent nicht mehr so löblich unterwegs.
Konnte das Finale am 10 Juni schließlich nochmal aufdrehen? Enttäuschender Weise nein, denn die Verhältnisse verblieben unter fünf Prozent. Genauer gesagt wiesen die beiden Entscheidungsfolgen 4,7 und 4,8 Prozent in der Zielgruppe auf durch 0,16 und 0,17 Millionen – da hätte man sich sicherlich etwas mehr erwünscht. Insgesamt gelangte man wenigstens auf moderate 3,4 Prozent anhand 0,64 Millionen.

Unter dem Strich verbleiben für die Allstar-Staffel von «Kampf der Realitystars» Durchschnittswerte von noch passablen, aber trotzdem nicht mehr in Topform befindlichen 5,1 Prozent (0,21 Millionen) der Jüngeren. Das lag weitestgehend auf dem Level der Vorrunde – zusätzliche Impulse konnte das Comeback der Reality-Gesichter rein linear folglich nicht auslösen. Die Älteren wohnten im Mittel zu überschaubaren 2,9 Prozent (0,62 Millionen) bei. An einzelnen Terminen lag man mit über 0,70 Millionen in einem respektablen Umfang, der für RTLZWEI-Verhältnisse schon im höheren Bereich anzusiedeln ist.
Anzumerken bleibt am Ende natürlich der Verweis auf die nicht zu unterschätzende Performance On Demand bei den Programm-Marken, wo «Kampf der Realitystars» weiterhin zu den besten Reality-Brands zählt. Dort knackte die Allstar-Runde sogar zeitweise die Millionen-Hürde (bei allerdings auch erhöhter Folgendichte mit vier Ausgaben die Woche). Letztendlich kann RTLZWEI mit dem Gesamtpaket also happy sein, wenngleich die Resonanzen zusammengerechnet vielleicht nicht mehr ganz so stark sind wie in den ersten Staffeln mit zweistelligen Marktanteilen – das wäre aber Meckern auf immer noch hohem Niveau...