ZDF begleitet Abbas Yalahow auf seinem selbstbestimmten Weg

Die Dokumentationsreihe «einfach Mensch» stellt Anfang August das bewegende Leben von Abbas Yalahow in den Mittelpunkt.

Das ZDF zeigt am Samstag, den 8. August, um 12.00 Uhr eine neue Ausgabe von «einfach Mensch». Der von Andrea Schuler realisierte Film trägt den Titel „Abbas Yalahow: Ich gehe meinen Weg“ und ist bereits ab dem 28. Juli in der ZDFmediathek verfügbar. Dort bleibt die Dokumentation bis zum 4. August 2031 abrufbar.

Im Mittelpunkt steht Abbas Yalahow, der als Jugendlicher bei einer Bombenexplosion in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sein Augenlicht verlor. Nach seiner Flucht nach Deutschland baute er sich in Berlin Schritt für Schritt ein neues Leben auf. Heute hat er eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen und betreibt einen Onlineshop, über den er Weihrauch und Myrrhe aus seiner Heimatregion verkauft. Die Produkte seien für ihn eine Verbindung zu seiner Kindheit in Somalia.

Doch Yalahow engagiert sich nicht nur beruflich. Als der Begleitservice für Menschen mit Behinderung des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg vor dem Aus stand, setzte er sich öffentlich für dessen Erhalt ein. Für blinde und sehbehinderte Menschen sei das Angebot ein wichtiger Baustein für ein selbstbestimmtes Leben. „Hier habe ich als deutscher Bürger die Möglichkeit, mich einzusetzen – und ich nutze meine Stimme!“, erklärt er.

Die Dokumentation thematisiert außerdem die Herausforderungen, mit denen Abbas Yalahow bis heute konfrontiert ist. Wegen seiner Herkunft, seiner Hautfarbe und seiner Blindheit erlebt er nach eigenen Angaben immer wieder Ausgrenzung und Diskriminierung. Dennoch blickt er optimistisch nach vorne und wünscht sich eine Gesellschaft, in der alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder Behinderung die Möglichkeit erhalten, ihre Träume zu verwirklichen.
12.07.2026 12:12 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/173448