In einer neuen «Terra X»-Dokumentation untersucht Harald Lesch, wie künstliche Intelligenz unsere Wahrnehmung von Wahrheit verändert.

Mit „Achtung KI-Fake – was können wir noch glauben?“ widmet sich das ZDF am Dienstag, 4. August 2026, um 23.00 Uhr einem der drängendsten Technologiethemen der Gegenwart. Gemeinsam mit Wissenschaftsjournalistin Jasmina Neudecker geht Harald Lesch der Frage nach, wie künstliche Intelligenz Bilder, Videos und ganze Wirklichkeiten erschaffen kann – und welche Folgen dies für Gesellschaft, Politik und Medien hat. Bereits ab dem 3. August steht die Dokumentation
«Terra X Harald Lesch» im Streaming-Angebot des ZDF bereit.
Im Zentrum stehen sogenannte Deepfakes und andere KI-generierte Inhalte, die inzwischen oft kaum noch von echten Aufnahmen zu unterscheiden sind. Der Film zeigt, wie moderne KI-Systeme funktionieren, warum die Qualität künstlich erzeugter Videos in rasantem Tempo zunimmt und weshalb selbst Fachleute immer häufiger Schwierigkeiten haben, Fälschungen eindeutig zu identifizieren. Damit wächst die Gefahr von Desinformation, Manipulation und gezielter Einflussnahme auf öffentliche Debatten.
Die Dokumentation beleuchtet dabei nicht nur die technischen Möglichkeiten, sondern auch die gesellschaftlichen Folgen. Umfragen zeigen, dass viele Menschen zunehmend verunsichert sind und nicht mehr sicher wissen, welchen Bildern und Videos sie vertrauen können. Gleichzeitig werden KI-generierte Inhalte längst kommerziell genutzt, um Aufmerksamkeit und Reichweite zu erzeugen. In politischen Kontexten können solche Technologien jedoch auch gezielt eingesetzt werden, um Meinungen zu beeinflussen oder falsche Informationen zu verbreiten. Vor diesem Hintergrund thematisiert der Film auch die neue europäische Regulierung, die eine Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten vorsieht.
Neben den Auswirkungen auf die öffentliche Meinungsbildung richtet «Achtung KI-Fake» den Blick auch auf die ökologischen Kosten der Technologie. Der enorme Energie- und Wasserverbrauch moderner Rechenzentren steigt mit der zunehmenden Nutzung künstlicher Intelligenz kontinuierlich an. Die scheinbar unbegrenzte Produktion von Texten, Bildern und Videos hat somit auch eine bislang oft unterschätzte Schattenseite.
Harald Lesch geht darüber hinaus der Frage nach, warum Menschen besonders anfällig für visuelle Täuschungen sind. Selbst wenn sich ein Bild später als Fälschung herausstellt, bleibt der erste Eindruck häufig im Gedächtnis verankert. Die Dokumentation verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit aktuellen Beispielen und stellt am Ende eine grundlegende Frage: Wie lässt sich Orientierung bewahren, wenn künstliche Intelligenz zunehmend in der Lage ist, jede Form von Wirklichkeit überzeugend zu simulieren?