Das Erste konnte am gestrigen Sonntag nicht auf die Bilder der «FIFA WM 2026» zählen - und gewinnt trotzdem den Sonntag.

Was bleibt nach einem Sonntag ganz ohne TV-Bilder der
«FIFA Fußball WM 2026»? Der ganz übliche Tagessieg des Ersten mit einem Krimi am Sonntag? Absolut. Für die Jahreszeit üblich entschied sich gestern die blauen Eins für eine Wiederholung, es gab zwar keinen alten «Tatort», jedoch tat der
«Polizeiruf 110», was von ihm erwartet wurde. Ab 20:15 Uhr übernahm der Fall
«Diebe» den Äther, in der Prermiere im Februar 2024 erreichte der Krimi stolze 7,38 Millionen Zuschauer. Das war gestern so nicht möglich, dennoch reichten die 4,40 Millionen Krimi-Fans aus, um dem Ersten den gewohnt sonntäglichen TV-Sieg zu bescheren. Die Quote des 90-Minüters lag bei 21,0 Prozent am gesamten TV-Markt.
Bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern schwächelte der «Polizeiruf 110» sichtlich. Wo in der Premiere noch 1,03 Millionen Jüngere auf 14,7 Prozent ihres Marktes lagen, konnten gestern lediglich 0,30 Millionen Zuschauer der speziellen Altersgruppe zugesprochen werden. Damit erreichte die blaue Eins einen Marktanteil von dennoch guten 8,5 Prozent. Ab 21:45 Uhr schaltete man beim öffentlichen-rechtlichen Sender in den nächsten Kriminalfall.
«Kommissar van der Valk» übernahm vor noch 2,19 Millionen Zuschauern und zudem 0,10 Millionen 14- bis 49-Jährigen. Die Quoten sanken damit auf 12,6 Prozent im Gesamten und 2,9 Prozent bei den Jüngeren.
Konkurrenz gab es nur in bedingtem Maße. Die Primetime aus dem ZDF,
«Inga Lindström: Klang der Sehnsucht», sicherte sich 3,24 Millionen Zuschauer und daher 15,5 Prozent Marktanteil. Ab 21:45 Uhr waren im Zweiten beim
«heute journal» 3,95 Millionen Zuschauer dabei, so waren zeitweise parallel zum zweiten ARD-Krimi 19,8 Prozent Marktanteil möglich.