Primetime-Check: Donnerstag, 2. Juli 2026

Kamen die Privaten völlig unter die Räder, oder waren verschmerzbare Zahlen drin?

Am gestrigen Donnerstag dominierte König Fußball das Primetime-Geschehen: Dieses Mal war es das «WM»-Spiel zwischen Spanien und Österreich, das um 21.00 Uhr im Ersten angepfiffen wurde. Das Spiel sahen durchschnittlich 7,27 Millionen Fußball-Fans zu ganz starken 37,1 Prozent Anteil am Gesamtmarkt. Das bedeutete selbstredend den haushohen Primetime-Triumph. Beim jungen Publikum holte die Begegnung tolle 47,7 Prozent durch 1,99 Millionen, welche logischer Weise gleichfalls ganz vorne zu suchen waren.

Wegen des Ausnahme-Events traute sich das Erste nicht, frischen Stoff dagegen zu bieten. Es war eine alte Verwertung «Die Bergretter», die sich trotz allem noch vernünftige 3,14 Millionen und 15,5 Prozent Gesamt-Zuschauende angelte. Allerdings bloß blasse 5,2 Prozent Marktanteil (0,20 Millionen) waren damit am Markt der 14-49-Jährigen zu holen. Die rote Kugel zeigte einen alten Blockbuster: «I, Robot» brachte immerhin noch halbwegs verschmerzbare 4,7 Prozent in der Zielgruppe auf, weil 0,18 Millionen aus dieser von der Partie waren. Insgesamt kam man auf ähnlich zu wertende 3,4 Prozent durch 0,68 Millionen.

RTLZWEI konnte mit «Reeperbahn Privat! Das wahre Leben auf dem Kiez» noch leben - akzeptable 4,0 Zielgruppen-Prozent bei 0,16 Millionen ließen sich erheben. Insgesamt ergab sich ob 1,8 Prozent wegen 0,37 Millionen allerdings ein sehr bedenkliches Bild. In der Zielgruppe lag der Grünwalder Sender noch knapp vor RTL. Dort lief die eine weitere Folge der aktuellen Staffel von «Die Bachelors» vor mageren 3,9 Prozent (0,15 Millionen) aus der Zielgruppe. Insgesamt waren 0,49 Millionen zu für Senderverhältnisse üblen 2,5 Prozent dabei.

Sat.1 mit einer «Hast du Töne?»-Aufwärmung stand sogar noch ein kleines bisschen angeschlagener da, weil bei der Ausstrahlung haarige 3,5 Zielgruppen-Prozent durch 0,14 Millionen herauskamen. Am Gesamtmarkt generierte die Ratesendung lediglich 0,47 Millionen zu wirklich schmalen 2,4 Prozent. Noch trostloser drein blickte die orange Eins mit «Die Tribute von Panem - Mockingjay (2)». Denn die Quoten verharrten bei arg behäbigen 2,8 Prozent und 0,11 Millionen 14-49-Jährigen. Insgesamt zeigte der Tacho massiv niedrige 1,7 Prozent (0,33 Millionen). ProSieben am Ende konnte wegen «Darüber staunt die Welt – Die durchgeknalltesten DIY-Dullies!» nur völlig dysfunktionale 2,7 Prozent (0,11 Millionen) aus der Zielgruppe mobilisieren. Insgesamt ließen 0,43 Millionen zu 2,2 Prozent auch nur ein ganz schwaches Ergebnis zu.
03.07.2026 09:20 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/173272