Das Familiendrama erzählt von einer Mutter, die ihre Tochter mit allen Mitteln vor dem Abrutschen in die Kriminalität bewahren will.

Eine Mutter kämpft um ihre Tochter – und überschreitet dabei selbst Grenzen. Mit
«Die Löwin» zeigt ARTE am Montag, 3. August, um 23.00 Uhr die deutsche Erstausstrahlung des estnischen Spielfilms von Liina Triškina-Vanhatalo. Das 103-minütige Drama steht parallel zur TV-Ausstrahlung bis zum 1. September auch online zum Abruf bereit.
Im Mittelpunkt steht Rettungssanitäterin Helena, die beruflich täglich schwierige Situationen meistert, privat jedoch zunehmend die Kontrolle verliert. Ihre 15-jährige Tochter Stefi schwänzt die Schule, verschwindet nachts und gerät in den Einfluss einer gewaltbereiten Jugendclique. Der Konflikt belastet die gesamte Familie, während Vater Kaarel vergeblich versucht zu vermitteln und der jüngere Bruder Sander unter den ständigen Spannungen leidet.
Als Stefi nach einer dramatischen Nacht im Krankenhaus landet, zieht Helena die Reißleine. Gegen den Willen ihrer Tochter bringt sie das Mädchen in ein abgelegenes Landhaus, um es von seinem Umfeld abzuschirmen. Doch aus dem vermeintlichen Rettungsversuch entwickelt sich ein immer intensiverer Machtkampf zwischen einer Mutter, die ihr Kind nicht verlieren möchte, und einer Jugendlichen, die um ihre Selbstbestimmung kämpft.
Regisseurin Liina Triškina-Vanhatalo verbindet das Familiendrama mit Elementen eines psychologischen Thrillers und richtet den Blick zunehmend auf die beschädigte Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Katariina Unt und Teele Piibemann tragen den Film mit intensiven Darstellungen, während die kühle Bildsprache und die abgeschiedene Landschaft die emotionale Enge der Figuren unterstreichen. «Die Löwin» feierte seine Premiere beim Warsaw Film Festival 2024 und entstand als Koproduktion aus Estland, Deutschland und Lettland.