Schloss Bellevue zieht aus: Das Erste blickt hinter die Kulissen

Eine Reportage begleitet den außergewöhnlichen Umzug des Bundespräsidenten und seines gesamten Amtssitzes.

Für den Bundespräsidenten beginnt eine außergewöhnliche Zeit: Weil Schloss Bellevue umfassend saniert werden muss, zieht das Staatsoberhaupt für mehrere Jahre in ein Interimsquartier um. Die Reportage «Bye-Bye Bellevue – Der Bundespräsident zieht um» begleitet diesen historischen Schritt und läuft am Montag, 10. August, um 23.35 Uhr im Ersten.

Nicht nur der Bundespräsident selbst wechselt den Dienstsitz. Rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen ihre Arbeitsplätze verlegen, hinzu kommen Akten, Bibliothek, Staatsgeschirr, die Küche für Staatsbankette und zahlreiche weitere Bestandteile des Amtssitzes. Gleichzeitig bleibt vieles zurück: Zahlreiche Kunstwerke lassen sich nicht in den modernen Bürobau integrieren, und selbst die Frösche aus dem Schlossteich benötigen ein neues Zuhause.

Die Autoren Tina Handel und Moritz Rödle werfen einen Blick hinter die Kulissen dieses Großprojekts. Sie gehen der Frage nach, warum Schloss Bellevue inzwischen so sanierungsbedürftig ist, dass eine mehrjährige Modernisierung notwendig wurde, und begleiten die Menschen, die dafür sorgen müssen, dass das höchste Staatsamt trotz des Umzugs uneingeschränkt arbeitsfähig bleibt. 800 Millionen Euro hat die Bundesregierung für das Büro des Bundespräsidenten ausgegeben.

Außerdem führt der Film bereits durch das künftige Übergangsquartier. Der markante Büroturm mit seiner bunten Keramikfassade wird in den kommenden Jahren immer wieder in Nachrichtensendungen zu sehen sein. Nach der nächsten Wahl soll dort der neue Bundespräsident oder die neue Bundespräsidentin die Amtsgeschäfte aufnehmen – sofern bis dahin der wohl ungewöhnlichste Behördenumzug Deutschlands abgeschlossen ist.
04.07.2026 08:37 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/173253