Eröffnet wurde die Primetime von einer News-Sondersendung zu einer Amoktat in einem Eltern-Kind-Zentrum in Stade. Wegen eines Sorgerechtsstreits drehte ein Vater durch und erschoss sechs Menschen.

Gestern lief bei RTL
«Undercover Boss» in Wiederholung. Zwischenzeitlich sah es bereits danach aus, als sei das Franchise hierzulande tot, wohl mangels Alternativen nutzt der Sender die Marke aktuell zumindest noch, um sich durchs Sommerloch zu lavieren - das wird aber erst ab Juli der Fall sein. Bis dahin hält man sich wie gesagt mit bereit gezeigter Ware über Wasser, so auch am gestrigen Montag, den 28. Juli. Zuvor kam allerdings erstmal ein zehnminütiges News-Spezial zu einer Amoktat im niedersächsischen Stade.
Los ging die Dokusoap also erst um 20.25 Uhr. Zu dem Zeitpunkt wurden 0,18 Millionen Leute zwischen 14 und 49 erhoben, die einen schwachen Quotenwert von 3,5 hervorbrachten - immerhin lag man zusammen mit RTL noch vor einigen noch schwächeren Privatsendern und der ARD. Mit Bezug zur Gesamtzuschauerschaft lassen sich bloß Größenordnungen von verhaltenen 4,0 Prozent bei 0,91 Millionen konstatieren. Zuvor generierte
«RTL Aktuell Spezial: Schüsse im Mutter-Kind-Heim – Tote in Stade» blasse 4,8 und annehmbare 5,8 Prozent durch Reichweiten von 0,22 und 1,26 Millionen - zumindest riss man die Millionen-Marke.
Aber nochmal zurück zum weiteren Primetime-Verlauf: Nach 22.20 Uhr ließ ein weiterer Re-Run von Undercover Boss nach. Jüngere Leute waren noch zu 0,08 Millionen und extrem niedrigen 0,9 Prozent zugegen, ältere bloß noch 0,54 Millionen und ganz dürren 2,0 Prozent. Nach 23.00 Uhr sendete RTL
«Spiegel TV». Das Magazin hielt bloß 0,04 Millionen 14-49-jährige wie 0,27 Millionen am Gesamtmarkt. Marktanteile in Höhe arg limitierter 0,5 und 1,2 Prozent in den jeweiligen Altersklassen hatte dies noch zur Folge.