Die Hitzeglocke ließ die Temperaturen in absurde Sphären steigen. Die Reichweiten der Öffentlich-Rechtlichen waren dennoch respektabel - auch die der Privaten?

Eine vitale Zuschauerzahl fuhr Silbereisens
«Schlagerbooom Open Air 2026 – Die Stadionshow in Österreich» ein, welches sehr gute 21,1 Prozent bei insgesamt wohl auch hitzereduzierten 3,37 Millionen generieren konnte - trotzdem lag man vor dem ZDF. Bei den 14-49-Jährigen konnte die ARD-Show-Reihe auch recht ordentlich performen, hier waren überdurchschnittliche 10,9 Prozent bei einer dazugehörigen Reichweite von 0,28 Millionen drin. Vorher hatte der
«Brennpunkt: Rekordhitze in Deutschland» Platz. Die Sondersendung verfolgten am Gesamtmarkt gar noch stärkere 23,1 Prozent (3,97 Millionen). Sehr stark schnitt man bezüglich der Jüngeren mit wahrlich hohen 27,2 Prozent (0,62 Millionen) ab, was den höchsten Resonanzen der Primetime entsprach.
Alten Krimi-Stoff lieferte gestern das Zweite. Dort konnte eine bereits ausgestrahlte
«Wilsberg»-Folge nochmal intakte 17,7 Prozent (3,01 Millionen Einschaltende) angeln, lag somit aber ein Tick hinter dem Ersten. Bei den Jüngeren war weniger zu holen: Behäbige 4,5 Prozent (0,10 Millionen) sprangen heraus.
Mit am erfolgreichsten bei den Menschen bis 49 war RTL, wo das Bühnenprogramm
«Sascha Grammel live! Fast fertig» ebenfalls keine Erstausstrahlung darstellte. Bedacht wurde sie trotzdem mit immerhin 0,27 Millionen und soliden 11,9 Prozent in der Zielgruppe - ganz leicht niedrigere Reichweite gegenüber der ARD, aber ein etwas höherer Anteil. In Ordnung gingen die Zahlen auch bei den Leuten ab drei Jahren mit 8,7 Prozent bei 1,27 Millionen.
«RTL Aktuell Spezial: Rekordhitze» in der ersten Viertelstunde der Primetime wies hingegen einstellige 9,4 Prozent zu 0,21 Millionen 14-49-Jährigen auf. Die Dimension, die am Gesamtmarkt aufkam, war gleichfalls höchstens noch als so akzeptabel werten mit 1,27 Millionen und 7,4 Prozent - die meisten bevorzugten folglich den Brennpunkt im Ersten.
ProSieben mit einer erneuten
«Das Duell um die Welt - Team Joko gegen Team Klaas»-Aufwärmung stand etwas erholt da, weil bei der Ausstrahlung wenigstens verschmerzbare 5,1 Zielgruppen-Prozent durch 0,13 Millionen herauskamen. Am Gesamtmarkt mobilisierte die Show lediglich 0,24 Millionen zu anhaltend mickrigen 1,6 Prozent. Der Bällchensender programmierte die 2021-Action
«They Want Me Dead». Vergleichbar zu wertende 5,3 Prozent (0,12 Millionen) setzten zwar ebenfalls keinen wirklichen Stich, schmierten aber immerhin nicht ganz so brutal ab, wie weitere Private. Insgesamt ließen 0,91 Millionen zu 5,4 Prozent sogar ein passables Ergebnis zu.
Die rote Kugel zeigte eine Agenten-Wiederholung:
«James Bond 007 - Sag niemals nie» brachte bloß limitierte 3,8 Prozent in der Zielgruppe auf, weil dünne 0,09 Millionen aus dieser von der Partie waren. Insgesamt kam man auf halbwegs vertretbare 3,6 Prozent durch 0,60 Millionen. RTLZWEI hatte mit
«Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?» auch recht wenig zu melden - 3,1 Zielgruppen-Prozent bei 0,07 Millionen lagen zum schwachen Trost zumindest noch vor Kabel. Insgesamt ergab sich ob 1,7 Prozent wegen 0,30 Millionen ein richtig schlechtes Bild. Noch übler aber wiedermal die orange Eins mit
«Elsbeth». Denn die Quoten der zwei Episoden kamen zwischen 20.15 und 22.15 Uhr nur auf triste 2,9 und 2,4 Prozent bei maximal 0,06 Millionen 14-49-Jährigen - immerhin lief es damit etwas besser als in den extrem dezimierten Vorwochen. Insgesamt zeigte der Tacho maximal 2,1 Prozent (0,35 Millionen).