Quotencheck: «Feuer, Wasser, Erde, Luft»

Die Tendenz in beiden Altersklassen war rückläufig – womöglich kommt die Blaulicht-Produktion aber nochmals mit einem blauen Auge davon.

Die VOX-Dokusoap «Feuer, Wasser, Erde, Luft» hatte eine etwas skurrile Geschichte hinter sich. Die Premieren-Staffel im Frühjahr 2023 wurde vorzeitig aus dem Programm genommen, nachdem die ersten Folgen nur schwache Quoten holten. Weil nach Bekanntgabe dieser Maßnahme jedoch nochmal ein Anstieg auf bis zu 7,5 Prozent zustande kam, erhielt die Blaulicht-Doku eine weitere Chance im Herbst besagten Jahres, in dem die Resonanzen von anfänglich soliden 7,3 Prozent aber erneut auf durchwachsene Werte um 5 und 6 Prozent zurückgingen. Letztes Jahr ging es von anfänglich passablen 6,4 Prozent dann wieder auf fünf Prozent, wieder reichte es aber zur Verlängerung, die nun im Mai und Juni 2026 lief - wiederholte sich das Prozedere?

Schaut man sich die Zahlen vom Mittwoch, den 6. Mai 2026 um 20.15 Uhr, an, dann muss man von einem schwächeren Start sprechen, der zunächst beobachtet wurde. 0,21 Millionen jüngere Zuschaltende sorgten für einen Anteil von ziemlich mauen 5,1 Prozent. Durchwachsen war die Performance bei den Älteren, welche zu 3,1 Prozent (0,65 Millionen) dabei waren.

Eine Woche später stand die Bewährungsprobe an, ob die Zahlen sich steigern konnten. Tatsächlich verbesserte sich der Zielgruppen-Anteil klar auf passable 7,0 Prozent, wofür bereits moderate Erhöhungen auf 0,27 Millionen ausreichten. Auch insgesamt ging es etwas bergauf auf 0,83 Millionen und 3,9 Prozent - mit dieser Dimension konnte VOX auskommen.

Doch es sollte in den nächsten zwei Wochen nicht ganz dabeibleiben: Eher gegenteilig fielen die Dimensionen wieder zurück auf etwas ärgerliche 5,4 Prozent, die an beiden Terminen gemessen wurden. Mal waren es 0,22 Millionen, die dafür zuständig waren, dann gar nur 0,18 Millionen 14-49-Jährige, die in dieser Kategorie ein Staffeltief markierten. Durchgeschlagen war die Bewegung auch am Gesamtmarkt, an dem man mit 2,9 Prozent unter drei Prozent fiel. Der Tiefpunkt Reichweitenmäßig entsprach 0,57 Millionen.

War denn gen Ende nochmal Erholung in Sicht? Zumindest am vorletzten Termin (3. Juni) noch nicht, denn wegen zäher 4,9 Prozent anhand 0,17 Millionen Jüngeren, musste sogar nochmal ein weiterer Negativwert der Runde weggesteckt werden. Ebenso mit Bezug zur Gesamtzuschauerschaft, welche auf 0,49 Millionen und zweifelhafte 2,4 Prozent bretterte. Etwas milde stimmen könnte die Verantwortlichen ein leicht versöhnlicherer Abschluss am 10. Juni mit zumindest zart optimierten 5,7 Prozent und 0,20 Millionen Jungen. Insgesamt gings auf 3,1 Prozent und 0,61 Millionen.

Mit Blick auf die Abrechnung ergeben sich Mittelwerte von verhaltenen 5,6 Prozent (0,21 Millionen) bezüglich der Jüngeren – Zahlen, die für das Format keinen durchschlagenden Erfolg bedeuten. Im Vergleich zum passablen Jahr 2023 ging es um mehr als 0,5 Prozent-Punkte runter - keine gute Entwicklung. Insgesamt ebenfalls ausbaufähige 3,1 Prozent durch 0,63 Millionen standen nun zu Papier. Auch hier sind die Reichweiten in den letzten drei Jahren ein Stück zurückgegangen von 0,70/0,80 Millionen auf 0,63 Millionen (teils sogar 0,40 Millionen). Letztendlich könnte es am übergeordnet schwächelnden linearen TV-Markt aber gut sein, dass es abermals knapp zur Verlängerung reicht...
25.06.2026 12:00 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/173033