ZDF-Filmnacht mit «Bombshell» und Sci-Fi-Thriller «Anon»

Das ZDF setzt seine Filmnacht im Juli mit einem preisgekrönten Mediendrama und einer düsteren Zukunftsvision fort.

In der Nacht auf Sonntag, den 12. Juli, zeigt das ZDF zwei US-amerikanische Spielfilme. Den Auftakt macht um 23.30 Uhr das Drama «Bombshell – Das Ende des Schweigens» von Regisseur Jay Roach. Im Anschluss folgt um 01.10 Uhr der Science-Fiction-Thriller «Anon – Mit den Augen des Killers» von Andrew Niccol. Beide Produktionen stehen nach ihrer Ausstrahlung für kurze Zeit auch im Streamingangebot des Senders zur Verfügung.

«Bombshell» erzählt die wahre Geschichte der Fox-News-Moderatorinnen Megyn Kelly und Gretchen Carlson, die sich gegen den mächtigen Senderchef Roger Ailes stellen. Der Film beleuchtet die Vorwürfe sexueller Belästigung, die 2016 zur Entlassung des langjährigen Medienmanagers führten und als ein Vorbote der späteren #MeToo-Bewegung gelten. Die Hauptrollen übernehmen Charlize Theron, Nicole Kidman und Margot Robbie, die für ihre Darstellung einer jungen Mitarbeiterin des Senders eine Oscar-Nominierung erhielt. John Lithgow verkörpert Roger Ailes.

Regisseur Jay Roach zeichnet dabei das Bild eines Unternehmens, in dem Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe über Jahre hinweg Teil der Unternehmenskultur gewesen sein sollen. Neben der Rekonstruktion des Skandals beleuchtet der Film auch die enge Verbindung zwischen Fox News und der konservativen US-Politik. «Bombshell» wurde mehrfach ausgezeichnet und erhielt einen Oscar für das beste Make-up und Hairstyling.

Nach Mitternacht übernimmt Clive Owen die Hauptrolle in «Anon». Der Thriller spielt in einer Zukunft, in der sämtliche Sinneseindrücke der Menschen digital gespeichert werden und der Polizei zur Verfügung stehen. Als mehrere Morde geschehen und die Aufzeichnungen der Opfer manipuliert wurden, stößt der Ermittler Sal Frieland auf eine Hackerin namens Anon, gespielt von Amanda Seyfried. Schon bald verschwimmen für ihn die Grenzen zwischen Realität und digitaler Manipulation.

Regisseur Andrew Niccol, bekannt durch Filme wie «Gattaca», verbindet in «Anon» klassische Krimi-Elemente mit einer dystopischen Vision einer Welt ohne Privatsphäre. Der Film setzt sich mit den Gefahren totaler Überwachung auseinander und erzählt seine Geschichte als modernes Film-noir-Szenario, in dem selbst die eigenen Erinnerungen nicht mehr verlässlich sind.
27.06.2026 12:06 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/173013