ProSieben und VOX hatten ganz ganz große Probleme - sie ruinierten sich ihre Durchschnittswerte zusätzlich durch Programmierungen, die bis weit nach Deutschland-Anpfiff reichten.

Natürlich auch an diesem Samstag wieder viel Raum für Sport: Dieses Mal war es das
«WM»-Vorrunden-Match der Männer zwischen Deutschland und Elfenbeinküste, das um 22.00 Uhr unter anderem auch im ZDF angepfiffen wurde. Das Spiel sahen alleine bei den Mainzern durchschnittlich 18,26 Millionen Fans zu bombastischen 72,1 Prozent Anteil am Gesamtmarkt. Das bedeutete trotz Fall unter 20 Millionen den haushohen Primetime-Triumph. Beim jungen Publikum holte die Begegnung auch extreme 78,5 Prozent durch 5,98 Millionen, welche logischer Weise gleichfalls ganz vorne zu suchen waren.
Wie inzwischen fast nicht anders zu erwarten, eine Krimi-Wiederholung zur Alternative: Es war eine alte Ausstrahlung
«Der Zürich-Krimi», der sich trotz allem noch vorzeigbare 3,01 Millionen und 15,8 Prozent Gesamt-Zuschauende angelte. Allerdings bloß schlechte 3,0 Prozent Marktanteil (0,11 Millionen) waren damit am Markt der 14-49-Jährigen zu holen. Bei den Jungen reichte es derweil für RTL auf angeschlagenem Rest-Niveau noch zum Silber-Rang. Dort lief eine neue Folge von
«Take me out» vor dennoch zweifelhaften 4,7 Prozent (0,16 Millionen) aus der Zielgruppe - das langte vielsagender Weise schon, um in dieser Altersgruppe erster Fußballverfolger zu sein. Insgesamt waren 0,45 Millionen zu für Senderverhältnisse sehr geringen 2,4 Prozent dabei.
Der Bällchensender programmierte den Animations-Film
«Ferdinand - Geht STIERisch ab!». Als blass zu wertende 3,4 Prozent (0,15 Millionen) setzten zwar keinen wirklichen Stich, schmierten aber immerhin nicht ganz so brutal ab, wie weitere Private. Insgesamt ließen 0,49 Millionen zu 2,4 Prozent nur ein zähes Ergebnis zu. RTLZWEI hatte mit
«Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?» auch wenig zu melden - 2,7 Zielgruppen-Prozent bei 0,11 Millionen lagen aber zumindest noch vor ProSieben, VOX und Kabel. Insgesamt ergab sich ob 1,4 Prozent wegen 0,29 Millionen ein sehr bedenkliches Bild.
ProSieben mit einer
«Das Duell um die Welt - Team Joko gegen Team Klaas»-Aufwärmung stand furchtbar da, weil bei der Ausstrahlung völlig desolate 1,4 Zielgruppen-Prozent durch 0,08 Millionen herauskamen. Am Gesamtmarkt mobilisierte die Show lediglich 0,14 Millionen zu extrem mickrigen 0,6 Prozent. Fairer Weise kann man erwähnen, dass die Zeit nach Deutschland-Anpfiff beim Durchschnitt der ProSieben-Sendung stärker ins Gewicht fiel als bei den meisten anderen Kanälen, die ihre 20.15-Sendung schon früher beendet hatten - ihr Mittelwert wurde vom unmittelbaren Spiel nicht mehr beeinflusst, wodurch sich für Joko & Klaas ein zusätzlicher Nachteil ergab, der zumindest eine Teil-Erklärung für die ganz ganz niedrigen Zahlen sein kann.
Noch übler aber wiedermal die orange Eins mit
«Elsbeth». Denn die Quoten der zwei Episoden verharrten schon zwischen 20.15 und 22.15 Uhr bei 1,1 und dann sogar nur noch 0,6 Prozent bei maximal 0,04 Millionen 14-49-Jährigen. Insgesamt zeigte der Tacho ebenso grottige 1,6 Prozent (0,32 Millionen). Die rote Kugel zeigte eine Agenten-Wiederholung:
«James Bond 007 - Lizenz zum Töten» brachte massiv angeschlagene 0,9 Prozent in der Zielgruppe auf, weil 0,05 Millionen aus dieser von der Partie waren. Insgesamt kam man auf arg limitierte 1,8 Prozent durch 0,39 Millionen - auch für VOX lässt sich bis zu einem gewissen Grad die Einschränkung entgegenbringen, die auch für ProSieben galt.