Vor allem bei den Älteren liegt die Show weiter klar über dem Senderschnitt – bei den 14-49-Jährigen werden Durchhänger häufiger.
Jörg Pilawa hatte in den letzten Monaten wieder reichlich Screentime. Bei Sat.1 präsentierte er in den letzten Wochen und Monaten wieder seine Quizshow
«Das 1% Quiz - Wie clever ist Deutschland?». An etlichen Donnerstag-Abenden setzte der Sender auf das Format – mal mit soliden, mal mit enttäuschenden Zahlen.
Schaut man sich die Zahlen vom Donnerstag, den 9. April 2026 um 20.15 Uhr, an, dann kann man von einem etwas verhaltenen Start sprechen, der zunächst mit einer frischen Ausgabe bestritten wurde. 0,29 Millionen jüngere Zuschaltende sorgten für einen Anteil von ausbaufähigen 7,0 Prozent. Mäßig war die Performance bei den Älteren, welche zu 5,9 Prozent (1,32 Millionen) dabei waren.

Eine Woche später stand die Bewährungsprobe an, ob die Zahlen sich steigern konnten. Tatsächlich verschlechterte sich der Zielgruppen-Anteil sogar noch auf ungewohnt durchwachsene 6,3 Prozent, weil bloß noch 0,25 Millionen aus dieser Alterskategorie miträtselten. Auch insgesamt ging es auf 1,18 Millionen und 5,4 Prozent runter.
Auch in den nächsten zwei Aprilwochen gelang es dem Quizonkel nicht, wieder stattlichere Größenordnungen zu generieren. Eher gegenteilig bretterten die Dimensionen gar noch weiter runter auf erschreckend schwache 4,4 und dann 5,9 Prozent bei 0,19 und 0,21 Millionen Jüngeren zu Papier – das sind Zahlen, die man nicht gewohnt ist von dem Format. Insgesamt gings runter bis auf 1,04 Millionen – man hielt damit nur noch knapp über der Millionen-Marke.

Doch es war Erholung in Sicht – und zwar deutliche. Denn am 7. Mai beliefen sich die Resonanzen erstmals im aktuellen Ausstrahlungszyklus auf standesgemäße Dimensionen: Solide 8,3 Prozent durch schön erhöhte 0,33 Millionen 14-49-Jährige kamen zustande. Bei den Über-50-Jährigen ging es erstmals wieder über sechs Prozent (6,3 Prozent) anhand vitaler 1,37 Millionen.
In der nächsten Woche wurde der Einschaltumfang angesichts 0,31 Millionen zu 7,8 Zielgruppen-Prozent zunächst in der Nähe des vorigen Hochs gehalten. Wiederum sieben Tage darauf am 28. Mai aber ein erneuter Einbruch der Zahlen: Behäbige 5,4 Prozent durch lediglich 0,17 Millionen Werberelevante zeigte der Tacho. Bezüglich des Gesamtpublikums hielt man sich zwar bei ordentlichen sechs Prozent, allerdings musste man auch hier Reichweiten-Verringerungen auf 1,12 Millionen wegstecken.
Zum Abschluss am 4. Juni setzte es versöhnlicher Weise nochmal eine Optimierung mit der vorerst letzten Folge. Sie holte ein Stück angestiegene 0,27 Millionen, mit denen ein zumindest passabler Anteil von 7,7 Prozent formiert wurde. Eine richtig erfreuliche Aufwärtsbewegung gar bezüglich der über 50-Jährigen: 1,33 Millionen brachten lobenswerte 6,9 Prozent zustande, die deutlich über dem Gesamt-Schnitt von Sat.1 lagen.

Mit Blick auf die Abrechnung ergeben sich Mittelwerte von guten 6,6 Prozent (0,25 Millionen) bezüglich der Jüngeren – Zahlen, die für das Erfolgsformat aber trotzdem etwas enttäuschend sind. Gute 5,8 Prozent (1,22 Millionen) bezüglich der Älteren es, die über dem Senderschnitt lagen – hier wäre ein kontinuierlicheres Überschreiten der sechs Prozent wohl wünschenswert. Zu denken gibt derweil die Tatsache, dass die neuen Folgen jetzt im Frühling/Sommer nicht in der Lage waren, die Einschaltimpulse der Winter-Wiederholungen zu steigern. Vielleicht zeigen sich hier doch ein paar Ermüdungs-Durchhänger, denen mehr Abwechslung Abhilfe schaffen würden – möglicherweise mit der Neuauflage «Deal or no Deal»?