Netflix macht aus Erfolgs-Podcast eine True-Crime-Dokuserie
Mit «Criminopatía» adaptiert Netflix eines der erfolgreichsten spanischen True-Crime-Formate und schickt dessen Schöpferin Clara Tiscar vor die Kamera.
Netflix hat den Produktionsstart der neuen Dokumentarserie «Criminopatía» bekanntgegeben. Die Reihe basiert auf dem gleichnamigen Podcast von Clara Tiscar, der sich in Spanien zu einem der erfolgreichsten Formate des True-Crime-Genres entwickelt hat. Nach Angaben des Streamingdienstes verzeichnete der Podcast bislang fast 100 Millionen Abrufe und erreicht monatlich mehr als zwei Millionen Wiedergaben. Produziert wird die Serie von You First Originals. Die Regie übernimmt Joanna Pardos, die das Projekt gemeinsam mit Luis Calvo und Javier Martínez entwickelt hat.
Die neue Serie soll sich nicht allein auf die Rekonstruktion spektakulärer Verbrechen konzentrieren. Vielmehr wollen die Macher die gesellschaftlichen, psychologischen und menschlichen Hintergründe von Gewaltverbrechen beleuchten. Clara Tiscar begibt sich dafür auf eine Reise zu den Schauplätzen einiger der aufsehenerregendsten Kriminalfälle der jüngeren spanischen Geschichte. Dabei besucht sie Orte, Straßen und Gemeinden, die durch die jeweiligen Taten nachhaltig geprägt wurden.
Laut Netflix verfolgt «Criminopatía» einen analytischen Ansatz, der über klassische True-Crime-Erzählungen hinausgehen soll. Die Serie untersucht nicht nur die Verbrechen selbst, sondern auch die Auswirkungen auf Angehörige, Nachbarschaften und die Gesellschaft. Durch exklusive Interviews, neue Zeugenaussagen und Gespräche mit Schlüsselfiguren der jeweiligen Fälle soll ein umfassendes Bild der Ereignisse entstehen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Gewalt entstehen kann und welche Spuren sie langfristig hinterlässt.