ZDF startet internationale Dramaserie «Kabul – Flucht aus der Hölle»

Die sechsteilige Produktion erzählt die dramatischen Tage der Machtübernahme der Taliban aus der Perspektive von Diplomaten, Soldaten und afghanischen Zivilisten.

Der Fall Kabuls im August 2021 gehört zu den prägendsten politischen Ereignissen der vergangenen Jahre. Mit der internationalen Koproduktion «Kabul – Flucht aus der Hölle» greift das ZDF diese Ereignisse nun in einer sechsteiligen Dramaserie auf. Die Free-TV-Premiere startet am 27. Juli um 22.15 Uhr, die weiteren vier Episoden folgen in Doppelfolgen in den Nächten von Dienstag und Mittwoch.

Im Mittelpunkt stehen mehrere Figuren, deren Schicksale sich während der letzten Tage vor der Machtübernahme durch die Taliban kreuzen. Die Staatsanwältin Zahara sucht gemeinsam mit ihrem Ehemann Schutz in der französischen Botschaft, während ihr Sohn Fazal als Soldat der afghanischen Armee vor den heranrückenden Taliban flieht. Tochter Amina versucht derweil als Ärztin weiterhin ihren Dienst im Krankenhaus zu leisten, obwohl die Lage in der Hauptstadt zunehmend außer Kontrolle gerät.

Parallel dazu begleitet die Serie internationale Akteure bei den Evakuierungsbemühungen. Der italienische Botschaftsmitarbeiter Giovanni wird überraschend zum ranghöchsten Vertreter seines Landes vor Ort, während die deutsche Soldatin Vera versucht, gefährdete Menschen außer Landes zu bringen. In der französischen Botschaft organisiert Sicherheitsattaché Gilles die Vernichtung sensibler Unterlagen und koordiniert die Evakuierung von Mitarbeitern und Schutzsuchenden.

Die Serie basiert auf den tatsächlichen Ereignissen rund um den überstürzten Rückzug westlicher Staaten aus Afghanistan. Die Bilder vom Flughafen Kabul gingen damals um die Welt und wurden zu Symbolen eines chaotischen Endes des internationalen Militäreinsatzes. Die Produktion versucht, diese Tage aus verschiedenen Perspektiven nachzuzeichnen und die persönlichen Schicksale hinter den Schlagzeilen sichtbar zu machen.

Für das Projekt haben sich zahlreiche europäische Rundfunkanstalten zusammengeschlossen, darunter ZDF, France Télévisions, RAI, SVT, DR, NRK und VRT. Zum Ensemble gehören unter anderem Jeanne Goursaud, Jonathan Zaccaï, Gianmarco Saurino, Darina Al Joundi, Hannah Abdoh, Shervin Alenabi sowie der amerikanische Schauspieler Eric Dane. Regie führten Kasia Adamik und Olga Chajdas, die Drehbücher stammen von Olivier Demangel und Thomas Finkielkraut.
17.06.2026 07:36 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/172702