Bodensee-Krimi beachtlich - Lanz verhalten bei Montags-Ausnahme

Ungewöhnlicher Weise wurde der Talker auf den Montag vorverlegt - seinen Quoten tat dies nicht gut.

Mit dem Start der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 der Männer in den USA, Kanada und Mexiko setzen die deutschen TV-Sender erneut verstärkt auf bewährte Archivware. Dieses Muster zeigte sich auch am gestrigen Abend während der Partie zwischen Belgien und Ägypten. Das Erste entschied sich zur Primetime für die Wiederholung des Krimis «Die Toten vom Bodensee - Die Messias».

Die bereits im Jahr 2023 erstmals gezeigte Episode belegte ab 20.15 Uhr rund 90 Minuten Sendezeit. Trotz des starken WM-Gegenprogramms schalteten 4,67 Millionen Zuschauer ein, was dem Sender einen beachtlichen Marktanteil von 20,8 Prozent bescherte. Angesichts der Fußball-Konkurrenz ist dieses Ergebnis ein klasse Resultat. Bei den 14- bis 49-Jährigen fiel die Resonanz deutlich zurück: 0,22 Millionen Zuschauer beziehungsweise 4,5 Prozent Marktanteil reichten nur für ein maues Resultat.

Im Anschluss geriet das «Heute Journal» direkt in Konkurrenz zum laufenden WM-Spiel. Die Reichweite sank dadurch auf 2,77 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von dennoch ziemlich ordentlichen 12,9 Prozent. In der jüngeren Zielgruppe kamen sogar leicht erhöhte 0,24 Millionen zusammen, was einem Marktanteil von 5,0 Prozent entsprach. Danach kam es zu einer Besonderheit: Ungewöhnlicher Weise wurde der Talk «Markus Lanz» nämlich auf den Montag vorverlegt - mitgemacht haben den Move 1,38 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil lag bei ungewohnt einstelligen 9,0 Prozent, während sich bei den Jüngeren 0,20 Millionen Personen beziehungsweise verhaltene 5,8 Prozent für die Gesprächssendung entschieden. Zwar lagen die Reichweiten damit durchaus im etablierten Korridor, allerdings fielen die Anteile schwächer aus, weil mit 22.15 Uhr eine ungewohnt frühe Startzeit gewählt wurde, zu der insgesamt noch mehr Leute fern sahen.
16.06.2026 08:44 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/172639