Britische Wettbewerbshüter prüfen Paramount-Übernahme von Warner Bros. Discovery

Die milliardenschwere Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance beschäftigt nun auch die britische Wettbewerbsbehörde CMA.

Die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance stößt auf weiteren regulatorischen Widerstand. Wie die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) mitteilte, wurde ein offizielles Prüfverfahren eingeleitet. Die Behörde untersucht, ob der Zusammenschluss negative Auswirkungen auf den Wettbewerb im Vereinigten Königreich haben könnte.

Im Rahmen der sogenannten ersten Prüfungsphase will die CMA bewerten, ob die Fusion den Wettbewerb in einzelnen Branchen oder Regionen des Landes beeinträchtigen würde. Bis zum 7. August soll eine Entscheidung fallen, ob die Übernahme freigegeben wird oder ob eine vertiefte Untersuchung notwendig ist. Bereits zuvor hatte die Behörde Interessengruppen, Unternehmen und andere Marktteilnehmer um Stellungnahmen zu den möglichen Folgen der Transaktion gebeten.

Der von David Ellison geführte Konzern Paramount Skydance hatte sich Anfang des Jahres in einem längeren Bieterwettstreit gegen Netflix durchgesetzt und Warner Bros. Discovery für rund 110 Milliarden US-Dollar übernommen. Durch den Zusammenschluss würden zahlreiche bedeutende Medienmarken unter einem Dach vereint, darunter die Nachrichtensender CNN und CBS sowie zahlreiche Film- und Fernsehstudios. Ziel des Deals ist es, im Wettbewerb mit den großen Streaming-Plattformen stärker aufgestellt zu sein. Die geplante Fusion wird jedoch nicht nur in Großbritannien kritisch betrachtet. Bereits in Nordamerika und Europa beschäftigen sich Regulierungsbehörden mit den möglichen Folgen für den Medienmarkt. Branchenverbände von Autoren, Schauspielern, Filmemachern und Kinobetreibern äußerten wiederholt Bedenken hinsichtlich der Marktkonzentration.
10.06.2026 00:44 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/172472