Primetime-Check: Samstag, 6. Juni 2026

Große Schwierigkeiten hatten an diesem Samstag die meisten Nicht-Fußball-Programme.

Wie letzten Samstag dominierte auch diese Woche König Fußball das Primetime-Geschehen: Dieses Mal war es das WM-Vorbereitungs-«Länderspiel» der Männer zwischen Deutschland und USA, das um 20.30 Uhr bei RTL angepfiffen wurde. Das Spiel sahen durchschnittlich 8,90 Millionen Fußball-Fans zu phantastischen 43,2 Prozent Anteil am Gesamtmarkt. Das bedeutete selbstredend den haushohen Primetime-Triumph. Beim jungen Publikum holte die Begegnung überbordende 61,2 Prozent durch 2,68 Millionen, welche logischer Weise gleichfalls ganz vorne zu suchen waren.

Wegen des Ausnahme-Events traute sich das Zweite nicht, frischen Stoff dagegen zu bieten. Es war eine 2023er-Ausstrahlung «Ein starkes Team», die sich trotz allem noch vorzeigbare 3,03 Millionen und 14,5 Prozent Gesamt-Zuschauende angelte. Allerdings bloß ganz schlechte 2,8 Prozent Marktanteil (0,11 Millionen) waren damit am Markt der 14-49-Jährigen zu holen. Auf die Drama-Wiederholung «Im Netz der Gier» setzte das Erste Deutsche Fernsehen an diesem fußballgeprägten Abend. Nicht wirklich befriedigend auszukommen war damit - die Sehbeteiligungen kamen auf ein Niveau von lediglich 1,92 und 0,13 Millionen, aus denen jeweils merklich unterdurchschnittliche 9,2 und 3,4 Prozent resultierten.

Bei den Jüngeren auf Platz zwei Sat.1, allerdings auch meilenweit hinter RTL. Der Bällchensender programmierte den Animations-Klassiker «Shrek 2». Als mau zu wertende 4,3 Prozent (0,16 Millionen) betrieben zwar unter den Rest-Programmen noch am ehesten Schadensbegrenzung - das aber dennoch auf einem mageren Niveau. Insgesamt ließen 0,46 Millionen zu 2,2 Prozent nur ein ganz schwaches Ergebnis zu. ProSieben mit einer «Transformers»-Aufwärmung aus 2007 stand furchtbar da, weil bei der Ausstrahlung haarige 3,3 Zielgruppen-Prozent durch 0,12 Millionen herauskamen - damit hielt man sich nur ganz knapp vor einem auch lädierten VOX. Am Gesamtmarkt mobilisierte der Actioner lediglich 0,38 Millionen zu wirklich schmalen 2,0 Prozent.

Die rote Kugel zeigte eine schonmal ausgestrahlte Musik-Reportage: «So klingt Deutschland» brachte wahrlich triste 3,2 Prozent in der Zielgruppe auf, weil 0,11 Millionen aus dieser von der Partie waren - ein mangelhaftes Resultat. Insgesamt kam man auf limitierte 2,7 Prozent durch 0,46 Millionen. RTLZWEI hatte trotz Genre-Wechsel auf «Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?» ganz wenig zu melden - katastrophale 1,6 Zielgruppen-Prozent bei 0,06 Millionen lassen da keinen anderen Schluss zu. Insgesamt ergab sich ob 1,4 Prozent wegen 0,29 Millionen ebenfalls ein sehr bedenkliches Bild. Den größten Vogel abgeschossen hat aber wiedermal die orange Eins mit «Elsbeth». In dieser Woche hatte man damit erneut extreme Probleme. Denn die Quoten der zwei Episoden verharrten bei unerträglichen 0,7 und 0,3 Prozent bei 0,03 und schließlich sogar nur 0,01 Millionen 14-49-Jährigen - das ist ganz nah dran an völliger Bedeutungslosigkeit. Insgesamt zeigte der Tacho am Start ebenso massiv angeschlagene 1,4 Prozent (0,28 Millionen), dann sogar weiter dezimierte 1,1 Prozent (0,23 Millionen).
07.06.2026 09:25 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/172418