Das ZDF hielt mit einer Krimi-Wiederholung gut dagegen, wenngleich man ein ganzes Stück unter der gewohnten Flughöhe verblieb.

Es stand praktisch schon im Voraus fest, dass der letzte WM-Test der deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Männer den anderen Sendern wohl verhältnismäßig viel Wasser abgraben würde. Nachdem das ZDF gegen den ESC
«Ein starkes Team» mit einer neuen Folge programmierte und sogar über fünf Millionen holte, sollte es die Krimi-Reihe auch nun gegen die Sport-Konkurrenz wieder richten - dieses Mal allerdings im Re-Run mit dem 2023er Fall "Im Namen des Volkes".
Tatsächlich funktionierte auch das ziemlich gut, denn die Ermittlungen sahen nun trotz Wiederholung gegen Fußball noch vorzeigbare 3,03 Millionen Leute des Gesamtpublikums und spülten einen soliden Marktanteil von 14,5 Prozent zu den Mainzern. Im Vergleich zu der Normal-Performance sind das natürlich gedrosselte Größenordnungen, in Anbetracht über acht Millionen, die Fußball zog, kann man dagegen aber nichts einwenden - man lag zudem klar vor der ARD. Anders ist die Lage bei den Jüngeren zu bewerten, die nur zu ganz dünnen 2,8 Prozent (0,11 Millionen) den Krimi wählten.
Weniger war schließlich für die Folgeprogramme im Zweiten zu holen, als das Fußballspiel immer weiter seiner heißen Phase entgegensteuerte. Ab 21.45 Uhr sahen gesunkene 2,07 Millionen (einstellige 9,8 Prozent gesamt) sowie weiter bescheidene 0,11 Millionen (niedrige 2,6 Prozent der 14-49-Jährigen) das
«Heute Journal». Nach 23.00 Uhr sendete man gar noch eine Free-TV-Premiere des Films
«Greedy People – Gelegenheit macht gierig», der aber nur auf sehr niedrige 5,6 Prozent (0,41 Millionen) am Gesamtmarkt kam. 2,1 Prozent durch 0,04 Millionen waren es bloß bei den Jüngeren.