«einfach Mensch»: Gazi Senlik kämpft sich trotz Sehbehinderung zum Unternehmer hoch

Die ZDF-Reihe «einfach Mensch» erzählt Anfang Juli die Geschichte von Gazi Senlik, der sich trotz nahezu vollständiger Erblindung ein erfolgreiches Taxiunternehmen aufgebaut hat.

Das ZDF setzt am Samstag, den 4. Juli 2026, um 12.00 Uhr auf eine neue Ausgabe von «einfach Mensch». Bereits ab dem 16. Juni steht die Dokumentation „Gazi Senlik: Sehen, was möglich ist“ in der Mediathek zum Abruf bereit. Der Film von Anne Waltermann begleitet den Unternehmer Gazi Senlik, der trotz einer schweren Sehbehinderung seinen eigenen Weg gegangen ist.

Bei Senlik wurde die seltene Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa diagnostiziert, die das Sehvermögen nach und nach zerstört. Schon als Kind verbringt er jede freie Minute auf dem Fußballplatz und träumt davon, Torwart zu werden. Doch irgendwann erkennt er die Bälle nicht mehr rechtzeitig. Auch sein jüngerer Bruder Alper ist von der Krankheit betroffen. Lange versucht Senlik dennoch, seine Einschränkung vor anderen Menschen zu verbergen.

Nach Stationen in der Gastronomie und einer Ausbildung bei einem Autoteilehändler entscheidet sich Senlik schließlich für die Selbstständigkeit. Auf dem regulären Arbeitsmarkt sieht er für sich kaum Perspektiven. Also steigt er Anfang 20 in das Taxigeschäft ein und übernimmt später sogar die Geschäftsführung eines Unternehmens. Unterstützung erhält er dabei vor allem aus seiner Familie. Seine Mitarbeiter werden für ihn zu den Augen im Alltag.

Heute beschäftigt Gazi Senlik nach ZDF-Angaben bereits mehr als 30 Personen. Die Dokumentation zeigt nicht nur seinen beruflichen Weg, sondern auch die privaten Herausforderungen, die mit seiner Sehbehinderung verbunden sind. Senlik möchte anderen Betroffenen Mut machen und versteht sich mittlerweile selbst als Vorbild. «Ich will kein Loser sein und zeigen, was ich trotz Sehbehinderung erreichen kann», erklärt der Unternehmer im Film.
07.06.2026 12:17 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/172332